Band 
Zweiter Theil.
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Einleitung.

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völlig wild leben, Getreide, Zuckerrohr, Reis, Kaffee,Baumwolle, Brotbaum, verschiedene Gemüse- und Obst ar-ten u. a. Auch die E. Amerikas bilden eine von allen übrigen Men-schengeschlechtern verschiedene Rasse; nur im äußerste» N. sind die Es-kimos Mongolischen Stammes, aber offenbar aus Asien einge-wandert. Die Grundfarbe der eigentlichen Amerikaner ist roth,welches bei einigen Stämmen in fast Europäische Weiße, bei andernin ein dunkeles Braun übergeht; das Haar ist lang, schwarz undstraff, der Bart sehr dünn; das Stirnbein sehr zurückgedrückt, die Au-gen etwas schräg, der ganze Kopf eckig, das Gesicht platt, die Lippenaufgeworfen, tiefe Züge, der ganze Körper stämmig, mehr groß, alsklein. Nur dcrFeuerländer ist zwergartig und schmächtig, dagegen derPatagvnier und die Wilden N. Amerikas, der Karaibc n. a. groß undkraftvoll. In keinem Erdtheile ist die Verschiedenheit der Sprachen sogroß als hier; selbst nahe wohnende kleine Stämme verstehen sich oftgar nicht; einige Sprache», z. B. die Quichua (kitschua) Sprache inPeru, die Maipuri und die Galibische in Kolumbien, die Eski-mo Sprache im N., die Aztekische und Ko ratsche in Merico sindweit verbreitet.— Die Geschichte Amerikas ist sehr neu; von dem, wasvor der Ankunft der Europäer vorgefallen ist, darüber giebt eS nurMuthmaßungen und Sagen. Man fand nur drei ordentlich eingerich-tete Staaten Anahuak in Merico, den Staat von Cußco in -Peruund den von Kundinamarka in Kolumbien; alle drei erlagen derEroberungssucht der Europäer, die der einheimischen Bildung und Ver-fassung ein Ende machten und ihre Cultur und Religion hierher ver-pflanzte». Zahlreiche Trümmer von Pallästcn, Tempeln, Kunststraßcnund Denkmälern imHochlande der Cordillcras, bezeugen noch den Gradder Bildung, auf welche sich jene Völker schon erhoben hatten. Spra-che, Neligionssysteme und andere Einrichtnugen sollen auf AsiatischenUrsprung zurückführen. In allen übrigen Theilen hat man nurWilde gefunden, weder Nomaden noch Ackerbauer, sondern nur Jä-ger und Fischer, wie sie auch zum Theil noch bis jetzt gebliebensind; durch uncrmüdete Anstrengung der Jesuiten, einiger Mönchsor-den und Missionairs indeß haben Christenthum und Ackerbau in vie-len Gegenden festen Fuß gefaßt. Die Bevölkerung ist nur schwach,wahrscheinlich zwischen 30 und 40Mill. Darunter sind etwa 9Mill.Eingeborne, 14 Will. Europäer, 6Mill. Neger und ebensoviele gemischter Abkunft. Unter den Europäern sind 9 bis lOMill.Eilglischer und Deutscher Abkunft, 3 bis 4Will. Spanier undPortugiesen, 1 Will. Franzosen, Dänen u. a. Man zähltetwa 21 Will. Katholiken, 12Mill. Protestanten. 1 Will. Hei-den. In N. ist die Englische (IlMll.), in S die Spanische(lOMill.) «ind Portugiesische (3 bis 4Mill) Sprache herrschend;die Französische und Deutsche wird von vielleicht IZ Mill.E. ge-redet; nicht einmal I Mill. ist bloß auf einheimische Sprachen beschränkt.Holländisch, Dänisch, Schwedisch und Russisch ist nur ineinzelnen Gegenden und etwa 2 bis 300,000E. bekannt. Der Euro-päer hatte sonst in den von Spaniern und Portugiesen in Besitz ge-Bolgcr's Handb. 2r Bd. 3tc Aufl. 20