Band 
Zweiter Theil.
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Nordamerika.

reichen Hochebene, welche vorn Felsengebirge quecr dnrch das Land zu dengroßen Seen sich erstreckt und an den meisten Stellen eine nur schmaleWasserscheide bildet, welche die großen Seen, den Rothen Fluß, derunter 46° N. entspringt und nördlich zum Winnepik See fließt, undden SaSkatschewin des Englischen Indianer Landes vorn Gebietdes Mississippi trennt. Dieser größte Strom Nordamerikas hat eineLänge von 5 bis 600 (in gerader Linie aber nur 250) M., in seinerobern Hälfte Wasserfälle (die Fälle bei dem Fort St. Anton habennur 16 F. Höhe, bei einer Breite des Stroms von 17 bis 1800 F.)und Stromschnellen, und bildet an seiner Mündung ein weit in dieSee reichendes Delta, welches von vielen seiner Arme und von Seendurchschnitten wird. Da wo er den Ohio aufnimmt, über 100 M- ingerader Linie vom Meere, ist sein Spiegel nur etwa 360 F. über demMeere; der Strom hat also bei seinen Krümmungen nur ein unbe-deutendes Gefälle. Seine Umgebungen sind in dem unteren Laufezum Theil niedriger, als die ihn einschließenden Ufer; daher er-strecken sich, wenn er seine natürlichen Schranken überströmt, seineÜberschwemmungen, die ihn vom April bis August reißend machenoft 4 bis 5 Meilen weit. Er nimmt alle Gewässer von der O.Seite des Felsengebirgs bis zum W. Abhänge der östlichen Ge-birge in einem Gebiete von 61,000 Q.M. in sich auf und wälzt,daher eine ungeheure Wassermaffe inS Meer. Schiffbar ist er ohneUnterbrechung bis zu den genannten Wasserfallen von St.Anton (44° 50'N.) jenseit welcher weite Stromschnellen und an-dere Wafferfälle (46° 20'N. sich befinden; bei St. Anton tritt er indas Tiefland. Seine wichtigsten Nebenflüsse sind von N. nach S. ge-zählt I) östliche: s) St. Croir. b) Chippaway (tschipparveh).e) Uisconsin. cl< Rock. e) Illinois, dessen Quellen sehrnahe am Michiqan See sind. k)KaSkaskia. Ohio (oheio),der größte östliche Nebenfluß, der in Pensylvanien auS der Bereinigungdes Alleghany (allegeni) und Monongahcla entsteht und vondort bis zu seiner Mündung noch 250 M. lang ist; seine Hauprzu-flüsse sind von N. her der Muskingum, Scioto, Miami andWabasch (90 Meilen schiffbar), von S. her der Kenhawa, sehrreißend und voll Wasserfälle, Big Sandy, Kentucky, Gre:n,Cumberland und Tennessee. Ii) Vazoo. 2) westliche:s) St. Peter, b) Moingona, des Mein es, d. h. Mönchs-fluß, über 100M. schiffbar, c) Missuri, der größte aller Missis-sippiflüsse, ja größer als der Mississippi selbst, denn er mißt 650 M.Seine Quellflüsse, derGallatin, Madison (medisn) und Ziffer-son (dscheffersn), entspringen etwa unter 43^° N. und vereinigen sichunter 45° im Felsengebirge. Nach einem weit nach N. gekrümmtenLaufe bricht er 450 M. vor seiner Mündung mit Wasserfällen andStromschnellen durch die Bergketten in das Tiefland als völlig schiff-barer Strom. Seine Nebenflüsse sind links: der Stachelschwe n-und Weiße Erdfluß, welche beide im Indianer Lande cntspunlen,der Jakoböfluß und Sius, rechts: der Gelbsteinfluß, derKleine Missuri, der Quicourt, Platte Fluß, KansaS and