Band 
Zweiter Theil.
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Nordamerika.

Hügelland. Einige Gegenden am Mississippi haben durch ihren mora-stigen Boden ungesunde Luft. Im Innern wohnen auch die bei Ala-bama genannten Indianer Stämme, die immer mehr an EuropäischeCultur gewöhnt werden und vermischt unter Weißen leben, mit denensie sich schon verheirathen; die Tschoktas namentlich haben längstfeste Wohnsitze und treiben Ackerbau. Baumwolle, Mais, Zucker,Neis und Indigo werden am meisten gebauet.

Die Hauptstadt Monricello am Perlflusse ist erst im Werden- Derwichtigste Ort ist Narche; (natsches), hoch am Mississippi belegen, 4V00C.Blühender Handel.— Adams, palmyra und Brainsbury (brchnsbry),Städtchen am Mississippi. Zahlreiche Baien und Inseln an der Küste.Die Hafen Shieldsborough und paseagoula.

18) Louisiana zwischen Mississippi, ArkansaS und Merico, inO. zur Hälfte vom Mississippi, zum Theil vom -Perlflusse be-gränzt; in W. durch den Sabina von Mexico geschieden. Der Bo-den ist fast ganz eben, nur in N. beginnen Hügelketten, hat großeSümpfe und Sandflächen, ist aber zum Theil sehr fruchtbar, besondersan den Ufern des Hauptflusses, der sein großes Delta stets durch An-schwemmungen, die durch zahllose Baumstämme, welche der Strommit sich führt, erleichtert werden, vergrößert. Der Boden zwischen denMündungen der Flüsse besteht fast nur aus Sümpfen, Seen und tie-fen Bnsen, die wahre Heimat des gelben Fiebers. Der Mississippikann nur durch hohe Dämme in seinen Ufern gehalten werden, da ervom Januar bis JuniuS über 20 Fuß anwächst. Schon 28 M, vonder Küste theilt er sich in zahlreiche Arme, den Achafalaya (atscha),Bayou (so heißen hier alle seine Nebenarme), la Fourche u. a.Sein Hauptnebenfluß ist der Rothe Fluß, der aus Merico kommtund durch mehre Seen fließt; er ist der Wasserfälle und weiter hinaufder zahllosen Baumstämme wegen, welche ganze schwimmende Inselnbilden, schwer zu beschissen. In O. des Mississippi sind die drei SeenBorgne, Pontchartrain und MaurepaS, welche durch denFluß Amite mit dem Strome, in S. mit dem Meere in Verbin-dung stehen. Noch mehr Seen sind in W. Zahlreiche Inseln an derKüste, wo die Bermillion, Calcasu, Barataria u. a. Baiensind. Der Anbau ist noch gering; die W. und N. Gegenden völligeWildnisse, in denen verschiedene Indianer Stämme Tschaktas, Ten-sas, Tunikas u. a. Hausen. Unter den Colonisten sind viele Fran-zosen, Schweizer und Italiener, namentlich in der nordwestlichvon Neuorleans liegenden Ebene Attakapa. Das Klima ist sehrmilde, die Luft aber in den südlichen Theilen nicht gesund; das gelbeFieber hat schon oft hier gewüthet. Zu den gewöhnlichen Ausfuhr-prodncten der südlichen Staaten kommt hier noch Zucker; auch Theeist angepflanzt; Baumwolle wächst wild. Der Seidenbau, vonItalienern betrieben, ist schon ansehnlich, und anch Weinbau wirdmit Erfolg getrieben. Beginnender Verkehr mit Mexico. Dieser unddie angränzendcn Staaten und Gebiete inN. bildeten das ehemaligeLouisiana, wo sich 1699 Franzosen niederließen; 1763 kam