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Nordamerika.
Guatemala oder die Vereinigten Staaten von.Central Amerika.
Dieser Staat bildet die südliche Fortsetzung von Mcrico von 17°51/ bis 8° 46' N. und ist auch an Boden, Klima, -Produkten, Ein-wohnern und Verfassung jenem Lande ganz gleich. Grüße —9 bis10,000 Q. M.
Die CordilleraS ziehen sich in N. fast gerade von W. nachO., im südlichen Theile haben sie ihre ursprüngliche Richtung gegenSO. Dadurch bekommt das Land die Gestalt eines Bogens, dessenäußere Wölbung dem Mexikanischen Busen zugewendet ist und in N.die HondnraS Bai, in S. ebenfalls einen großen Busen bildet.An der S. Küste sind die kleineren Buchten von Conchagna (tschagua),Papagayo, SalinaS und Dolce. In N. sind die VorgebirgeHonduras, Camaro» und Gracias a Dios; in S. SantaCatalina, Blanco und Bornca. Das Hochland, welches nachMcrico zu kaum 1900 F. hoch ist, erhebt sich in seinem östlichen undsüdlichen Zuge wieder zu einem hohen Gebirge, bildet hier nicht mehrso ausgedehnte Bergflächcn, wie in Mexico, ist aber weit vulkanischer,als dort. Die Hauptkettc liegt der S. Küste nahe und zeigt beson-ders in der W. Hälfte eine ganze Reihe thätiger Vulkane; dahin ge-hören der Barna, der südlichste, 8° 50' R., Papagayo, die Vul-kane am See Nicaragua, und der Mombacho (tscho) in demselben,der Masaya, Momotombo, Pacava, dcl Fuego n. a. DieHöhe der Bcrgspitzen reicht noch bis über 14 000 F., nimmt aber ge-gen S. allmälig bis auf einige 10i!0 F. ab; ohne bedeutende Abplat-tung streicht die Bergkette zur Landenge von Panama hin. Der Bo-den ist iir den Thälern und Ebenen höchst fruchtbar, doch auch hierfinden sich an der Küste sehr ungesunde Sumpfgegenden. Die Luftist der vielen und hohen Berge wegen weit milder, als man nach derLage des Landes erwarten sollte; an der flachen Küste ist die Hitzejedoch unerträglich. Kein bedeutender oder weit schiffbarer Fluß konntesich hier bilden. Znm Mexikanischen Busen fließt der Chanialncon(tschamalnßon), -kagua (chagnal, Neu Scgovia Fluß u. a. Be-merkcnswerth ist der in den Mexikanischen Buson strömende SänI u an (chuan), der Abfluß des 168 Q. M großen Nicaragua SecS,welcher letztere nur durch eine gegen 4 M. breite cbcne Landenge vomStillen Meere geschieden wird; der Sau Juan hat ein Gefälle von470 F. Ganz nahe an dem See fließt der Pcrdido ins StilleMeer, welches 134 F. unter dem Spiegel des Sees liegt. Man hattevor einiger Zeit den Plan. durch einen Kanal und andere Anlagenhier eine Wasserstraße zwischen beiden Ozeanen zu eröffnen, die bei dergroßen Tiefe des Sän Juan selbst für größere Kauffahrer eingerichtetwerden kann, obgleich dieser Fluß durch dreißig Stromschnellen dieFahrt erschwert. In N. steht der Nicaragua See, dessen Ufer vonreizenden Gebirgen umschlossen sind, mit dem 10Q.M. großen SeeMonague (ke) in Verbindung.