Band 
Zweiter Theil.
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Peru. Bolivia. 395

Dorf Ayacucho, wo Sucre durch einen glänzenden Sieg, 9- Dcc. 1824, derHerrschaft der Spanier in Peru ein Ende machte.

7) Guanca Velica, zwischen Lima und Ayacucho, 36,000 E.Die Hauptstadt gl. N. mit 8000 G. liegt in einer rauhen Bcrgscblucht,ist durch ihre über 12,000F. hoch liegenden Gold-, Silber-, besondersaber Quecksilbergruben, so wiedurch wanne Quellen wichtig.

In dem blühenden Lhalc von Jauja (cha—ucha)*) ist die HauptstadtAtKnjKuja, 3000E- Ackerbau, Silbergrubcn. — Lastro Vireyna, Hüt-tenort im Gebirge.

Zn O. sind die ungeheuren Ebenen, die sogenannten Pampas delSacramenro, welche sich an die Montana anschließen, ohne Städte, nurmit Milsionsniederlaffungen an den Hauptflüsscn-

Bolivia.

Lage in SO. von Peru, in W. von Brasilien, in N. von denLa Plata Slaalcii und Paraguay. Nur eine Strecke von 60 bis70 M. der W. Küste gehört hierher. DaS Gebiet reicht von 25° 40'bis 11° 20' S. Wr. — 20,000 Q. M. Im Ganzen sind Boden,Klima und Producte denen von Peru gleich. Die Küstenstrcckeist größtenthells Sandwüste, dann erheben sich steil die Andes miteinigen Vulkanen bis über die Schneelinie; östlich von ihnen breitetsich ein gewaltiges Bergland weit gegen N. und O. aus, wo dieHauptwasserscheide S. Amerikas ist, die schon auf eine beträchtlicheHöhe der ganzen Gegend schließen läßt. Neuere Untersuchungen badengezeigt, daß hier wirklich die höchsten Gipfel der Arides, ein dem Tibeta-nischen ähnliches Hochland ist. Die Arides theilen sich hier in zweiparallele Reihen, die ein bis 12,000 F. hohes Hochthal zwischen 14und 20° S., in welchem fast alle Städte des Landes liegen, einschlie-ßen, welches von, Flusse Desaguadero der Länge nach durchflossen wirdund iu N. den See Titicaca enthält. In der östlichen der beidenKetten sind die Riesengipfel der neuen Welt, der Nevado (d. h.Schneebera) von Sorata —23,600 F., der Nevado von Jlli-rnani (16x° S.) — 22,400 F. In der Nähe des letztem, auf demnoch 15,000 F. hoch ein See liegt, sind die Quellflüsse des Maranhon;dieser empfängt von hier, den Beni nnd Cochabamba (kotscha),welcher letztere nach einem langen südlichen Laufe sich wieder nördlichwendet, den Namen Mamorc bekommt und nach der Vereinigungmit dem Guapore an der Brasilisch Kolumbischen Gränze Madeiragenannt wird. Südlicher sind die Quellflüsse des Pilcomayo, derCachimayo (katsckim.s und Paspaya; die S. Gränze macht derZuguy, der zum Vermejo (cho) fließt. Sowohl der Pilcomayo

) Nach Anderen zu Tarma gehörig.