Band 
Zweiter Theil.
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Australien.

reizendsten Fluren entdeckt. Das Klima des ganzen Contineiits istmilde; die Warme ist hier, wie auf allen Inseln dieses Erdtheils, derin den übrigen Ländern von gleichen Breitengraden nicht gleich, jedocherreicht die Sommerhitze, die hier natürlich in den Europäischen Win-termonaten eintritt, oft einen sehr hohen Grad. Die Zahl der E.scheint gering, denn auf vielen Küstenpnnkte» fand man keine Spurmenschlicher Wesen. — Nur am südlichen Theile der Ostküste, die man unterdem Namen Nensüdwallis begreift, ist man 70 bis 80 M. weitins Innere vorgedrungen; hier haben seit länger als 40 Jahren Eu-ropäer gewohnt und von hier aus die Kenntniß des Landes zu erwei-tern gesucht. Wir haben also auch nur über diese Gegend genauereKunde und das Wichtigste darüber ist Folgendes. In einer Entfer-nung von 10 bis 20 M. von der Küste erhebt sich ein Gebirge, dieBlauen Berge, welches von S. nach N. wahrscheinlich längs derganzen Küste hinstreicht. ES theilt sich in verschiedene parallele Rei-hen, deren höchste Spitzen — 6 bis 7000 F. Jenseit derselben beginntein 2 bis 3000 F. hohes Hochland, zum Theil Hochebene, welchesanfangs von Bergreihen und schönen Thälern durchschnitten wird, wei-ter nach W. zu aber große Flächen und zuletzt eine weite Sumpf-gegend bildet, deren Abdachung nach W. geht, so daß die Flüsse derOstküste bis auf einen von keiner Bedeutung sind. Der Boden zwi-schen dem Meere und Gebirge ist nicht allethalben fruchtbar und leidetan Wassermangel; das Gebirge setzt durch seine steilen Abhänge undtiefe Schluchten dem Übergänge große Schwierigkeiten in den Weg;allein durch Anlage einer Kunststraße hat man diese gehoben und seit1815 verbreitet sich die Cultur reißend schnell ins Innere. Besondersso weit die Bergzüge reichen sind höchst fruchtbare Gegenden, theilsWald, theils offene Fläche, aber zum Theil den pletzlich einbrechendenhöchst verwüstenden Überschwemmungen der Flüsse ausgesetzt Höchstunbequem für die Colonisten dieser Gegend ist eS, daß kein Fluß durchdas Gebirge zur Küste führt, weil der Absatz der Produkte dadurch sosehr erschwert wird. Betracht«! wir die Küste, die in N. bis zum 27"schon genauer untersucht und größtenthcils mit Colonisten besetzt ist.Die nördlichste Niederlassung ist an der Mündung des Flusses Bris-bane (behn) in der Moreton (murten) Bai; südlicher ist der FlußHastings in Port Macquarie (makkweri) neben der großen In-sel Rawdon (raden). Im Innern erheben sich in einer Entfer-nung von 22 M. die hier 6500 F. hohen Blauen Berge; jenseitderselben ist der westlich fließende Cockburn. Südlich von MoretonBai sind 1828 die beiden ansehnlichen Flüsse Clarence (28° S )und Richmoud entdeckt. Der Hunt er 8 Fluß, an dessen Ufer herr-liche Gegenden sind; der Hawkesbury (hahksbri), der den Grovc,Nepean und Coxfluß aufnimmt und in die Brcken Bai fällt;er entspringt ziemlich weit in S., fließt gegen N. und wendet sichendlich gegen O., ist schiffbar und der bedeutendste der jetzt bekanntenFlüsse der Ostküste. Port Jackson (dschecksen), eine tiefe Bai, anwelcher die älteste Niederlassung gegründet wurde. Botany Bai,wo der Gevrgsfluß mündet. Cap Georg. Die JerviS und