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Das Fabrikwesen in wissenschaftlicher, moralischer und commercieller Hinsicht / von D. A. Ure ; aus dem Englischen von A. Diezmann
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Allgemeine Uebersicht der

innere Beschaffenheit des bearbeiteten Stoffs verändern. Jedesdieser beiden Systeme kann sich mit einer unendlichen Menge vonGegenständen beschäftigen, aber alle diese lassen sich passend inanimalische, vegetabilische und mineralische classificiren.

Eine mechanische Manufaktur, die sich gewöhnlich nur miteiner Substanz beschäftigt, welche sie in regelmäßiger Aufeinan-derfolge durch eine Reihe von Verwandlungen hindurchfühlt, kannfast ganz automatisch gemacht werden, wogegen eine chemischeManufaktur von dem Spiele feiner Wahlverwandtschaft zwischenzwei oder mehr Substanzen abhängt, welche sie unter immer etwasungewissen Umständen der Hitze auszusetzen und zu mischen hat,und deshalb bis zu einer gewissen Ausdehnung nie der Hände wirdentbehren können. Das beste Beispiel reiner Chemie nach sclbst-handelnden Grundsätzen, welches ich gesehen habe, war in einerSchweftlsaurcfabrik, wo der Schwefel, nachdem er angebranntund mit dem Nitrum, der atmosphärischen Luft und dem Wasserin gehörige Wirksamkeit gesetzt war, den Proceß durch ein Laby-rinth von Abtheilungen fortführte und die nöthige Concentrations-wärme gab, bis ein vollkommenes Handelsproduct zum Vorscheinkam. Das schönste Muster einer automatischen gemischten che-mischen Manufaktur ist die Fünffarbenkattunmaschine, welche un-unterbrochen und so zu sagen aus freien Stücken schöne Zcugge-webe mit bewundernswürdiger Genauigkeit und Schnelligkeit be-druckt. Aber in einer Baumwollenspinnerei kann man die Voll-endung der automatischen Industrie sehen; hier haben die Ele-mentarkräfte Millionen complicirter Organe beleben und Holz undMetall mit verständiger Thatkraft begaben müssen. Wie die Phi-losophie der schönen Künste, der Poesie, Malerei und Musik ambesten in ihren Meisterstücken studirt werden kann, so wird auch diePhilosophie der Manufakturen in dieser ihrer edelsten Schöpfungam besten erkannt werden.

Es giebt vier verschiedene Classen von webbaren Fasern oderFibren, nämlich Baumwolle, Wolle, Flachs und Seide, und diese