Fabrik- und Manufaktur Industrie. 7
Arbeit gehen müßten, während der Handwebec, frei von einem solchenruhelosen Antreiber, nach Bequemlichkeit seinen Schützen werfenkönne rc. In diesen beiden Fällen ist aber der Unterschied nicht zuübersehen, daß in der Fabrik jeder Theil des Stuhls so einge-richtet ist, daß die treibende Kraft dem dabei Beschäftigten fastnichts zu thun übrig läßt, wenigstens nichts, was körperliche An-strengung erfordert, während er dennoch einen guten sichern Lohnund überdies eine gesunde Werkstätte umsonst erhält, wogegender Handweber, der alles durch Muskelanstrengung verrichtenmuß, die Arbeit mühsam findet, dem zu Folge unzählige kurzePausen macht, die einzeln von keiner Bedeutung, zusammenaber sehr wichtig sind, deshalb einen verhältnißmäßig niedrigenLohn verdient und dabei noch durch armselige Nahrung undseine feuchte schlechte Stube seine Gesundheit einbüßt. Dr. Car-butt von Manchester sagt: ?>Was die Behauptung Sir RobertPeel^s betrifft, daß die Handweber meistens kleine Pachter wä-ren, so kann nichts falscher seyn; sie leben, oder schleppen viel-mehr ihr Leben hin auf die bejammernswertheste Weise in denKellern und Dachstuben der Stadt und arbeiten sechszehn bisachtzehn Stunden des Tages für die geringste Kleinigkeit.«
Das beständige Ziel und die stete Wirkung wissenschaftlicherVerbesserungen in den Fabriken sind philanthropisch, denn siestreben dahin, die Arbeiter der Beschäftigung mit solchen kleinenGegenständen zu entheben, welche den Geist erschöpfen und dasAuge ermüden, oder ihnen dauernde Anstrengung zu ersparen,welche den Körper schwächt oder verkrüppelt. Bei jedem weiter»Fortschritte in dem Fabrikwesen, der in diesem Werke beschrie-ben ist, wird die Menschenfreundlichkeit der Wissenschaft sichdeutlich zeigen. Neue Beweise dieser Wahrheit bringt fast jederTag und ein merkwürdiger ist eben zu meiner Kenntniß gekom-men. Bei der Wollenweberei kommt ein Verfahren zwischendem Kämmen und Spinnen der Wolle vor, das man slubdinA(Verspinnen) nennt, und wodurch die lockeren, von den Kämmen