Fabrik- und Manufacturinbustrie. 17
einer Bestimmtheit und Schnelligkeit zu bewegen, welche die ge-schicktesten Hände, unterstützt von dem schärfsten Auge, nichtnachahmen können. Unter ihren Auspicken sind prächtige Gebäude,welche in Zahl, Werth, Nützlichkeit und kunstvollem Baue diegerühmten Bauwerke des asiatischen, ägyptischen und römischenDespotismus bei weitem übertreffen, in der kurzen Zeit vonfünfzig Jahren in Großbritanien überall emporgestiegen, um zuzeigen, bis zu welchem Grade Geld, Fleiß und Wissenschaft dieHilfsquellen eines Staates steigern können, während sie den Zu-stand der Einwohner verbessern. Das ist das Fabriksystem, vollvon Wundern der Mechanik und Staatswirthschaftskunde, wcl-. ches bei noch weiterem Wachsthums der große Beförderer undTräger der Civilisation zu werden verspricht und England in denStand setzen wird, zugleich mit seinem Handel das Lebensblutder Wissenschaft und Religion Myriaden von Völkern zufließenzu lassen, welche noch im Dunkel leben.
Als Adam Smith sein unsterbliches Werk schrieb, war au-tomatische Maschinerie kaum bekannt, und er wurde deshalb ver-leitet, die Theilung der Arbeit für den großen Grundsatz derVerbesserungen im Manufacturwesen anzusehen. Er zeigte andem Beispiele der Nadelverfertigung, wie jeder Handwerksmann,der hierdurch in den Stand gesetzt werde, durch Uebung sich ineinem Punkte zu vervollkommnen, ein schnellerer und wohlfeilererArbeiter werde. In jedem Manufacturzweige sah er, daß einigeTheile, nach diesem Princip, leicht seien, wie das SchneidendesNadeldrahtes in gleichlange Stücke, und andere verhältnißmaßigschwer, wie die Bildung und Ansetzung der Nadelköpfe; darausschloß er, daß jedem dieser Theile ein Arbeiter von entspre-chender Geschicklichkeit und Lohne angewiesen sei. Dieses Ent-sprechen, dieses Aneignen bildet das wahre Wesen der Theilungder Arbeit und ist seit Entstehung der Gesellschaft berücksichtigtworden. Stets ist der Ackerknecht mit starkem Arme und geüb-tem Auge zu hohem Lohne gemiethet worden, um die Furchen