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Allgemeine Uebersicht der
zu ziehen, der Ackerjunge aber zu niedrigem Lohne, um das Ge-spann zu führen. Aber was in Dr. Smith's Zeit ein Punktnützlicher Erläuterung war, kann jetzt nicht benutzt werden, wennman das Publikum über den richtigen Grundsatz der Manufa-cturindustrie nicht irreleiten will. In der That denkt man inden Fabriken wenig an Theilung oder vielmehr an die Anpassungder Arbeit an die verschiedene Geschicklichkeit der Menschen. ImGegentheile, wo nur irgend ein Verfahren besondere Gewandt-heit und Festigkeit der Hand erfordert, wird es so bald als mög-lich dem Arbeiter entzogen, der zu Unregelmäßigkeiten aller Artgeneigt ist, und einem eigenthümlichen Mechanismus übergeben,den ein Kind beaufsichtigen kann. So ist, um ein Beispiel vonder Baumwollenspinnerei herzunehmen, die erste wichtige Opera-tion die, die Fasern in den lockern abgerissenen Stücken genauparallel zu legen, die zweite, diese in dünne lockere Seile, Ro-vings, auszuziehen und sie so wenig als möglich zu drehen. Einevon diesen beiden Arbeiten nur leidlich aus einem Handrade zumachen, würde einen Grad von Geschicklichkeit verlangen, denvielleicht von hundert Personen nur eine besäße. Ohne diese Vor-bereitungen konnte man bei dem Maschinenspinnen kein feinesGarn erhalten, und wirklich erhielt man durch Maschinen keins,bis Arkwright's Scharfsinn jene Vorbereitungen ersann. MittelgutesGarn kann allerdings aufdem Handspinnradegesponnen werden, ohnedaß das Material vorher gleichförmig ausgezogen wird, denn derFaden hat bei der doppelten Bearbeitung des Drehcns und derDehnung ein Bestreben, gleich zu werden.
Der Grundsatz des Fabrik-oder Factoreisystems geht alsodahin, der Handgeschicklichkeit mechanische Kunst, und der Ver-theilung der Arbeit unter die Arbeiter die Trennung eines Ver-fahrens oder Prozesses in seine wesentlich constituirenden Bestand-theile zu substituiren. Bei der Handarbeit war größere oder ge-ringere Geschicklichkeit gewöhnlich das theuerste Element der Pro-duktion — materism «uperabat opus; nach dem automatischen