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Das Fabrikwesen in wissenschaftlicher, moralischer und commercieller Hinsicht / von D. A. Ure ; aus dem Englischen von A. Diezmann
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Fabrik- und Manufacturindustrie.

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hm Löhne, wie das Mulespi'nnen, immer durch Arbeitervereine undZänkereien gestört wurde, so erfand man eine selbstthätige Maschine,welche wenigstens 600l> Jards in zwei Tagen unter der Aufsichteines Arbeiters zu 3 Shill. den Tag, d. h. für 6 Shill. zu-richtet. Diese Maschine ist zugleich um vieles einfacher undwohlfeiler als die frühere und wird für grobe Kattune bald inallgemeinen Gebrauch kommen. Sie möge den Arbeitern zur War-nung dienen und ihnen beweisen, wie gewiß die Wissenschaft aufden Hilferuf des Capitals jeden unrechtmäßigen Verein der Ar-beiter vernichten kann.

Es ist eine der wichtigsten Wahrheiten, welche sich aus derZergliederung der Manufacturindustrie ergiebt, daß Vereine Ver-schwörungen der Arbeiter gegen ihre eigenen Interessen sind undstets in dem Selbstmorde der Körperschaft enden, was um soschneller erfolgt, je strenger oder bester der Verein vrganisirt ist.Schon das WortVerein" macht das Capital stutzig und fordertden Scharfsinn auf, den Zweck desselben zu hindern. Läßt manden Strom der Arbeit ruhig in seinen Ufern hingleiten, so gehtalles gut, dämmt man ihn mit Gewalt auf, so kommt er eineZeit lang ins Stocken und führt dann eine verderbliche Über-schwemmung herbei. Gäbe es keine Vereine, so würde Wechselder Beschäftigung und die Substitution der automatischen statt derHandarbeit zum Schaden der Arbeiter selten so mit einem Maleerfolgen *).

Es glauben vielleicht einige, das vorliegendeWerk, welches eine genaue Zergliederung undBeschreibung der verschiedenen Verfahrungsartenin den Manufacturen geben will, werde dem Ge-schäfte des Vaterlandes nachtheilig seyn, indemes den Fremden manche nützliche Andeutung undKenntniß gebe, welche sie jetzt durchaus nicht ec-

') Ausführlicher wird dieser Gegenstand im dritten Buche behandelt.