Fabrik- und Manufacturindustrie. 37
ständiges System guter Maschinen, welche vortreffliche Arbeitlieferten, aus einer Baumwollenfabrik verwiesen und durch einanderes bei weit-m kostspieligeres ersetzt wurde, das aber wenigerproductive Kraft besaß und sich weniger zu der Arbeit eignete,als das frühere, wenn es geschickt geleitet wurde. Dieser Wech-sel mit den Maschinen hört in manchen Anstalten gar nicht aus,stört wesentlich und oftmals unnöihig den Gang des Werks undist fast immer die Folge einer unklugen Wahl im Anfange unddann einer launenhaften Aenderungssucht, — Umstände, worüberder Eigenthümer aus Unbekanntschaft mit der Constructi^n einerguten Maschine nicht immer die gehörige Controlle zu führen wa-gen kann. Es giebt ohne Zweifel viele Fabrikaufseher, welchedurch Urtheilskraft, Kenntniß und Rechtschaffenheil völl-ig geeig-net sind, die gesunden commerciellen Ansichten des Fabrikbesitzerszu unterstützen und das Geschäft in einen Vortheilhaften Gangzu bringen. Diese praktischen Männer sind die Seele unseresFabrikwesens. Durch einen verkehrten und eingebildeten Aufseheraber wird der Besitzer sicherlich in einen solchen mechanischenTanz hineingcrissen, der ihn ganz schwindelig macht, wenn ernicht ein klares Verständniß der Arkana des Geschäfts durch einbedächtiges Studium der Zusammensetzung und Leistung jederMaschine in seiner Fabrik erlangt hat. Man könnte glauben,diese Act Bildung ließe sich am leichtesten mitten unter den Ma-schinen selbst erlangen, aber dies ist ein Irrthum, den die Er-fahrung bald beweist.
Es giebt in den meisten Baumwollenspinnereien einen schö-nen Mechanismus, den man Spul- und Flugweck (bobbin anckII)- krame) nennt und der durch ein Princip selbstthätiger Glei-chungen regulirt wird, das dem Genie Brunel's Ehre machenwürde. Wenn ich zu behaupten wage, ^wenige Fabrikbesitzer ver-stehen die Structur dieser Maschine«, so schließe ich nicht ausEitelkeit von der Schwierigkeit, die mir es selbst kostete, dieautomatische Zusammensetzung ihrer Theile zu begreifen, sondern