84 Untersuchung der webbaren Fasern,
sehr deutlich, aber die Warzen verschwinden in dem Medium.Die Untersuchung kann selbst mit einem guten Mikroskope dergewöhnlichen Einrichtung nicht gemacht werden, sondern es gehört einachromatisches Instrument mit einer Linearvergrößerungskraft vonfast 30« dazu. Das Zusammensilzen hangt von dem gezähntenBaue ab, steht aber mit der Entwickelung desselben nicht imVerhältnisse.
Die dachziegelsörmigen Schuppen der Fasern greifen in ein-ander ein, so daß sie, wenn die Wolle in Masse zusammengedrücktund losgelassen wird, eine verschlungene Bewegung unter denFasern bewirken, bis sie in ein festes Gewebe, Filz genannt, ver-einigt sind. An einigen Wollenartcn gehen die Zeichnungen kreuz-weise übereinander, so daß sie fast aussehen wie die überein-ander liegenden Schuppen der Tannenzapfen.
Die Coconseidenfaden sind Doppelcöhren, welche durch dasSpinnen des Wurmes parallel gelegt und mit mehr oder minderGleichförmigkeit durch einen Klebstoff vereinigt werden, der ihreganze Fläche bedeckt. Jede Faser dieses Fadens variirt im Durch-messer von i g'on bis zu Tivö eines Zolles, so daß die durch-schnittliche Breite des Paares ,^-0 ist, was indeß bei verschie-denen Seidenarten auch verschieden ist. Die Fsssombrone Seide,welche 22 bis 24 Shill. per Pfund kostet, besteht aus vier Cocon-faden oder aus acht Fasern, von denen jede -^015 eines Zolles undder ganze Faden gegen beträgt. Die weiße italienische Seidevon Bergamo hat Fasern von eines Zolles. Verschiedenerohe Seiden scheinen unter dem Mikroskope in der Dichtigkeit undder parallelen Lage sehr zu variiren, was zum Theil von derQualität der Cocons und zum Theil von dem Weifen abhängt.
Ostindische rohe Comerollp-Seide ist von lockerem Ge-webe, besteht aus sechzehn Fasern, eine jede von eines
Zolles und der Faden hat an seinem compactesten Theile einenDurchmesser von ^ eines Zolles.
Türkische (Brutia) Seide hat ein flächsenes Aussehen und