Baumwolle, Wolle, Flachs und Seide. 91
Durchschnitt einen Durchmesser von eines Zolles, einige aberübersteigen 2^-5 nicht. Verschiedene Arten von Flachs zersetzensich in diese kleine Fäserchen mit verschiedenen Graden derLeichtigkeit und bilden so verschiedene Werthgrade für den Fein-spinner. Diese seinen Fädchen haben einen glasigen Glanz. Siescheinen glatt, gleichförmig und frei von Knoten zu seyn, wennman sie in der Luft betrachtet, wie auf kiz. 13. dargestellt ist.
b'iA. 7. der webbaren Fasern stellt Smyrnaer Baumwolledar als unregelmäßiges Band, das in der Breite von biseines Zolles variirt. Die geraden Linien, welche man sichunter rechten Winkeln kreuzen sieht, sind die auf Tully's Glas-mikrometer eingeschnittenen und stehen genau eines Zolles
aus einander, kiz. 8 . stellt die Fasern der Surate Baumwolleebenfalls sehr unregelmäßig, bandartig und in Größe verschiedendar. kiA. 9. zeigt die Fasern des 6 o« 8 )-pium reli^iosum, wo-von Faden gesponnen werden, welche die Brahminen um denHals tragen. Ich verdanke dem Obersten Sykes diese Probe.Die Baumwolle ist außerordentlich fein, aber so locker und zer-reißbar, daß das Spinnen derselben außerordentliche Mühe macht.1 'iß. I». zeigt eine gute Probe von Sea Island Baumwolle,die sich, wie jede Baumwolle von feinem Stapel, durch einen halb-cylindrischen, spiralförmigen Bau auszeichnet; sie ist in derBreite der Fäserchen fast gleichförmig. Die Charaktere der ver-schiedenen Varietäten gehören der Baumwollenmanufactur an.Untersucht man Baumwollenfäserchen durch ein starkes, nichtachro-matisches Mikroskop, so sehen die Biegungen der halbcylindri-schen Bänder wie leere Räume aus und geben der ganzen Faserdas Aussehen einer Reihe von Kettengliedern.
Die relative Zähigkeit oder Festigkeit der verschiedenen webbarenFasern hat man dadurch gefunden, daß man Gewichte an Fadenvon gewissem Durchmesser hing. Man erhielt dadurch die fol-genden Resultate:— Flachs Ivvv; Hanf 1390; NeuseeländischerFlachs 1996; Seide 2894.
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