Einrichtung einer Flachsfabrik. 185
den feinern Waaren. --Wir hielten,« sagt Herr John Brookvon Hockey, Hudderssield, »länger als ein anderes Haus in un-serer Nahe bei der englischen Wolle aus, wegen unserer großenVerbindungen, fanden aber, daß unsere Nachbarn besseres Tuchals wir aussandten. Bis gegen 1813 taugte nur englischeWolle; von da an bis 1824 mußte fremde zugesetzt werden undseit 1824 können wir nur fremde brauchen. Voriges Jahr (1827)bekamen wir fünfzig bis sechszig Ballen der besten Wolle ausSussex, und sie war so grob, daß wir sie nur zu Sahlleistenam Tuche benutzen konnten. Die Art der englischen Wolle,welche bis 1814 verarbeitet wurde, wird gegenwärtig gar nichtmehr producirt.«
Fünftes Capitel.
Einrichtung und Operationen einer Flachsfabrik.
Flachs ist die Schale oder die fasrige Umhüllung desStengels der wohlbekannten Pflanze, die man Lein oderFlachs, lnnuin nennt. Die zum Spinnen tauglichen Fasernwerden von dem parenchymatösen Stoffe dadurch getrennt, daßman die Pflanze entweder in Wasser weichen läßt, oder sie eineZeit lang der Einwirkung der Lust und der Witterung aussetzt.Die erstere gemeinste und sicherste Methode wird Wasser rö-sten, und die andere Thau rösten genannt. Beide wirken da-durch, daß sie einen leichten Grad der Gährung in der Sub-stanz erregen, welche die Flachsfasern an die Pflanzengefäße und-Membranen befestigt. Der rohe Flachs wird durch Ausbreitenauf dem Grase getrocknet und dann mit einem Werkzeug, dieFlachsbreche genannt, gebrecht, welche den ächten webbaren Flachsvon dem klebrigen abtrennt.
Die Hechel ist ein wesentlich nothwendiges Geräthe in der
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