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Tagebuch einer metallurgisch-technologischen Reise, durch Mähren, Böhmen, einen Theil von Deutschland und der Niederlande / von Christian Fürchtegott Hollunder
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VIII
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( VIII )

«ersten Details einzudringen, sondern man muß sichgrößtentheils an die Angaben der Werks-Beamten hal-ten, und kann also, auch mit dem besten Willen, nichtimmer, und für Alles verantwortlich seyn. Eben soverhält es sich auch hinsichtlich der Zeichnungen. Beyeinem kurzen Aufenthalte laßt sich nicht immer Allesmessen und auszirkeln, sondern man muß manches nachdem Ueberblicke schätzen, welches indessen, bey einigerUebung, mit ziemlicher Sicherheit zu erreichen ist.Uebrigens ist keine Mühe gespart worden, um in beyderHinsicht, so wenig als möglich von der Wahrheit zu ir-ren , und ich glaube auch, dieß erreicht zu haben. Ei-nige Beschreibungen sind auch vielleicht etwas ausführ-licher und umständlicher gerathen, als es mancher schongeübtere Leser wünschen möchte. Davon lag der Grundin meinen damaligen Verhältnißen, und vielleicht dürftedas ein eben nicht so großer Fehler seyn, da ohnehinnur aus eine sehr kleine Anzahl von Beschreibungendiese Beschuldigung fällt.

Ich führe dieses Alles an, nicht um die Mängelund Unvollkommenheiten dieses Werks, denen es, wiejedes menschliche Unternehmen, unterliegt, zu entschul-digen, sonder» nur um eine schonende Beurtheilung fürdasselbe in Anspruch zu nehmen. Gründliche, ohneAnimosität und Persönlichkeit abgefaßte, Zurechtweisun-gen werde ich dankbarlichst an- und aufnehmen. Undso schicke ich denn, im Bewußtseyn meiner guten Absicht,dieß Werkchen mit einem freundlichen: Glück auf!an alle Kunst- und Wissenschaffs-Verwandte, und analle Freunde des Gewerbe-Wesens in die Welt, undwerde mich freuen, wenn ich nicht ganz damit meinesZwecks verfehle.

Geschrieben zu Königshütte in Ober-Schlesienam 21. August 182».

C. F. Holluiider.