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Tagebuch einer metallurgisch-technologischen Reise, durch Mähren, Böhmen, einen Theil von Deutschland und der Niederlande / von Christian Fürchtegott Hollunder
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409
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jum Glattbrennen hervorzubringen im Stande ist. Ge,wöhnlich wird auch in allen Z Etagen glasirtes Geschirrzu,n Glattbrennen eingesetzt, und so bald das in dem un-tersten Brennraume befindliche, nach herausgezogenen Pro-ben, die völlige Gaare hat, schürt man unten nicht mehr(welches hier durchgängig mit Holz geschieht), fangt aberdafür auf den Feuerheerden des zweyten, und so zuletztauch auf denen des dritten an. Die Construktion derBrennräume, in Ansehung der innern Feuervertheilung, istbey den hiesigen Oefen besonders bemerkenswerth. Sowie nehmlich die Flamme von den Feuerheerden nach deminnern Brennraume hineinzieht, (ebenfalls durch ovaleOeffnungen) so ist die Einrichtung getroffen, daß sie nichtgleich unmittelbar in die Höhe entweichen kann, sondernsie wird genöthigt, in einem auf der Sohle der Etage vor-gerichteten Zuge, an der Peripherie des Ofens hinzustrei-chen. Da doch der Etagenboden gewölbt ist- so liegt dieLinie seines Umkreises in einer etwas tiefern Fläche, alsdas Mittel. In dieser kreisrunden Vertiefung wird dererwähnte Zug angelegt, und dann die Fläche oben aus-geglichen. An dem Ofen, welchen ich in dieser Hinsichtbeobachtete, waren nur zwey, einander gegenüberstehendeFeuerheerde. An den innern Mündungen derselben, durchwelche die Flamme in den Ofen hineinzieht, war in derMitte ein Ziegel auf das halbe Viertel gestellt, der s»eine Zunge bildete, und die Flammen in zwey Füchse spal-tete. In einer Entfernung von etwa 4 oder z Fuß davonwar wieder eine solche Zunge angebracht, und so gingdieß um die ganze innere Peripherie des Ofens herum-Allein hierdurch würde die Flamme noch nicht die verlangteRichtung erhalten haben; es war vielmehr in der Entfer-