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Zweiter Band.
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Die Schule.

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der »Ratio 8tncliorunO unterrichteten. Nach Beilegling des Konflikteswurde das höhere Schulwesen auf neuer Grundlage eingerichtet. Laienoder Weltgeistliche ersetzten die Jesuiten , und Sitten wurde der Sitz desLyeenins.

Die Rechtsschnle ihrerseits, nachdem sie anfangs eine Art Wander-leben geführt hatte, bald in Sitten, bald in St. Moritz befindlich,manchmal sogar aufs Land versetzt war, wo ein Notar es übernahm,seine Mitbürger in die Geheimnisse des Rechts einzuweihen, hat dieverschiedenartigsten Phasen durchgemacht. Im Jahre 1802 ist die Rechts-schule organisiert worden durch die Walliser Republik, ihre Geschichteindessen ist eng verknüpft mit dem Leben des Dvktors der RechteEtienne Cropt. Am 6. Dezember 1798 geboren, wurde er im Jahre1825 dem Institut vorgesetzt und leitete es mit einem Eifer, dem nursein eigenes Verdienst gleichkam. Mit gleicher Sachkenntnis lehrte er dort,was noch nie vorgekommen, das römische Recht, das Civil- und Strafrecht.Er starb am 16. Januar 1896 als ältester Rechtslehrer der Schweiz .

Nach seinem Tode blieb die Rechtsschule eine Weile geschlossen. Am10. Oktober 1898 wurde sie wieder eröffnet und Armand de Riedmatten,aus Sitten, bisher Advokat in Paris , als Nechtslehrer dahin berufen.

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Unsere kleine romanische Schweiz mit ihren sechs Schnlgesetzgebungen,ihren drei Universitäten, der Akademie von Neuenbnrg und ihren zahl-reichen Sekundär-, Primär- und Kleinkinderschulen bietet die äußersteVielgestaltigkeit dar aus dem Gebiete des Unterrichtes.

Auf den ersten Blick erscheint es schwer, den Geist und die Trag-weite dieser vielfältigen Gesetze, Verordnungen und Lehrpläne zu über-blicken- sieht man aber näher zu, so erkennt man bald, daß diese Ver-schiedenheit mehr scheinbar als wirklich ist, man vermag dann die großenUmrisse unserer Schulgesetzgebnng ins Auge zu fassen und deren Ent-wicklung Schritt für Schritt zu verfolgen. Unter der scheinbaren Ver-änderlichkeit erblickt der aufmerksame Beobachter den festen Grund, deneinheitlichen Gesichtspunkt, der die Reihe der sich folgenden Reformenund Umgestaltungen verbindet. Mit einem Worte, er erkennt den Geistder modernen Schule.

Es kann dies in der That nicht oft genug betont werden. Es stehtfest, daß der Wert unseres öffentlichen Erziehnngswesens hauptsächlich