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Zweiter Band.
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Ph. Lobet.

Jüngling den Maler Joseph Reinhardt seine lebensvollen Porträtepinseln sehen nnd von ihm wertvolle Winke nnd Weisungen erhalten.Nachdem er in Berlin einige Zeit der Diplomatie gewidmet hatte, fürdie er sich nicht geschaffen schien, verreist er 1808 nach Paris , studierthier eifrig Clande Lorrain, der in ihm den Wunsch entfacht, Italien zusehen. l810 ist er in Rom , wo er mit Cornelius, Schadow, Overbeck

nnd Grauet zusam-mentrifft^ er malt seinantikes nnd seinmodernes Rom ,welche Genialde seineerste Manier charak-terisieren und welcheer seiner Paterstadtanbietet. 1818, vonRom zurück, begiebter sich wie auf eineEntdeckungsreisenach den Thälern desDbcrlandes- er stehtergriffen vor dem An-blick, den ihm dasHaslithal, der Nasen-laut, die Wengernalpdarbieten - er studiertsie, ohne sich umirgend eine Überlie-ferung zu kümmern,und bringt von dieser

Wanderung Gemälde nach Hause, die der schweizerischen Landschafts-malerei die Richtung weisen, welche er selber noch suchte.

1825 stellt Menron in Genf jenes kleine Gemälde vorn Eiger aus, welches Toepffer noch zehn Jahre später den begeisterten Ausrufentlockt:Vor einem Dutzend Jahren verschönerte ein berühmter Maler,Mapimilien de Menron, ein Landsmann von Leopold Robert , die Aus-stellung unserer Stadt durch einige von seinen Gemälden. Er wagte denVersuch, auf der Leinwand die packende Herbheit eines alpinen Berggipfels

Maximilien de Menron.

Der grohe Eiger , Nnlicht von der Wengernalp.