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Zweiter Band.
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Dic Brunst .

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ländischen Künstler, dem köstlichen Barkenreeder, dem der Lvman allseine Vertraulichkeiten mitgeteilt und die unendliche Mannigfaltigkeitseiner Lichteffekte enthüllt hatte. Er hat, trotz eines arbeitsamen Lebens,das fast ganz vorn Unterricht irr Anspruch genommen war, noch Zeit znerübrigen gewußt, den See von allen Seiten und in allen Beleuchtungenzu studieren und die Poesie seiner Ufer, der zerstreuten Felsen, die seinGestade bedecken, der Villen, die da und dort eine zierliche und lebhafteNote Hineinsetzen, mit einer wunderbaren Feinheit wiederzugeben. Immer

Vocion. Der Genfersee , nilpchk von St. Saphorrn.

(Museum Rath.)

aber und das ist sein besonderes Merkmal läßt er jenseits dersilbergrauen, rosigen oder blauen Wasserfläche, sei es in der Morgen-frische oder iin warmen Hauch der Dämmerung, die Spitzeusilhouette derAlpen auftauchen. Die Harmonie zwischen Gewässer und Gebirge, dieer hundertmal auf der Leinwand verwirklicht hat, drückt er mit uner^-hörter Behendigkeit und immer sicherem Vortrug aus, wobei jederPinselstrich ein Treffer ist und nichts Bedeutendes vernachlässigt wird.

Auguste Bachelin (18301890), ein Schüler Gleyres und Cou-rures, hat sich mit einer Art Leidenschaft dem Studium unserer heimischenLandschaften gewidmet: die Ufer des Thuner-und besonders des Neuen-burgersees, der kieselbedeckte Strand, an welchem die Wellen sich brechen