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Th. Lurti.
vor zwanzig und mehr Fohren bei uns gewesen ist, iiiiiunt in ihrer (Er-scheinung, in ihrer Lebenshaltung, in ihren Sitten eine Veränderungwahr, die einen nächtige» kulturellen fortschritt bedeutet. Man dars dasnicht übersehen und leugnen, obwohl uns noch viel zu thun übrig bleibt,weil jede untere .(Nasse ihr Glück au demjenigen der obern mißt undjeder neuen Zeit wieder neue Aufgaben gestellt sind.
Angesichts der Erfolge unserer schweizerischen Soeialreform konntedenn auch für unsere Arbeiterschaft der Disput über Begriff und Wesendes Socialismus keine große Bedeutung annehmen. Die Theorien, dievon außen kamen, haben das Denken angeregt und ein größeres Gesichts-feld aufgethan, aber daS eherne Lohngesetz, die Verkündigung von derProletarisierung der Massen und die Parole des Klassenkampfs schlugenhier keine tiefen Wurzeln, weil mit den politischen Freiheiten auch immerneue sociale Formen sich erzeugten und eine stetige Vermittlung zwischenden Ständen erfolgte. Als der Grütlivereiu sich vor einigen Jahrenaus den Boden der internationalen Socialdemokratie zu stellen beschloß,verursachte das einen Rückgang in seiner Mitgliederzahl, wenn es auchnicht dessen einzige Ursache war^ aber zur wirklichen Scheidung derArbeiter in Nationale und Internationale, oder in Reformer und Revo-lutionäre ist es schon darum nicht gekommen, weil auch die schweizerischenSocialdemokraten sich auf gesetzlichem Boden bewegen und bewegenkönnen, den bestehenden Staat aus- und umbauen, aber nicht stürzenwollen. Albert Steck, welcher die Änderung der Statuten des Grütli-vereins in socialdemokratischem Sinne betrieben hat, machte dennoch imJahre 1891 folgendes Geständnis: „Im ganzen ist das Bild dieses,daß nur in der Schweiz eine starke Partei haben, welche aus dem Bodendes Parlamentarismus und der Gesetzgebung praktisch dasselbe leistete,wenn nicht mehr, wie die socialdemokratische» Parteien anderer Länder."