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[Dritter Band.]
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M. Lühler.

nachtsspiele besteht heute nach im Kanton Bern , der Hirsmontagsumzug,der früher mit Bibeldramen, hernach mit vaterländischen Stücken, ins-besondere den Tellspielen, ausgestattet wurde, aber neben den Fastnachts-narren, dem Gesundheitstrinker und den Tänzern welch letzterewohl dem Ostermvntagsumzug der Küfer entnommen sind auch dieSinnbilder des alten Frühlingsfestes, wie die Tanne und den WildenMann, weiter führten. Oft vereinigte man verschiedene Volksfeste undSpiele in einen Auszug und verlegte sie auch auf die Ostertage. Sowar der glänzende Besuch, den 1820 am Donnerstag nach Ostern dieJünglinge des Dorfes Völligen der Stadt Bern abstatteten, nichts

Winzerfest ISSN. Ernkegruppe.

Von E. Vulliemin.

anderes als ein Hirsmontagsumzng mit einem Tellspiel, bei dein auchder Hanswurst oderNrispiegel" mitwirkte. Den letzten Hirsmontags-nnizug rüstete 1889 die Gemeinde Belp aus mit einer Aufführung vonSchillers Wilhelm Tell . Im übrigen wurden die Fastnachtsumzüge durchden Ernst der Zeiten und die Obrigkeit vielfach beeinträchtigt, zu größererEntfaltung gelangten sie noch in Luzern 1811, doch selten brachten siees mehr zu eigentlichen Spielen. Erst in neuerer Zeit feierten diese inden sogenannten Japanesenspieleu in Schwyz der Name stammt alsScherz von einer sapanesischen Gesandtschaft, die dort gewesen wareine glänzende Auferstehung. Die Japanesenspiele gipfeln in farben-prächtigen Bildern und Gruppierungen mit verbindender Deklamation,'1884 ließen zwei typische Figuren der Landschaft, der Bettelvogt undder Lieni, auf der Bühne dem Witz und Humor die Zügel schießen.