Von den Hülsenfrüchten. 63
Braconnot genau studirt und durch den Namen Legumin als der-^U!ge Stoff der Hülsenfrüchte unterschieden worden, welcher dem Kleber der"reideacten entspricht. Durch die nachher vorgenommenen ElementaranalysenN durch die bestimmtere Kenntniß des Käsestvffs in der Milch, wie man sieIpater gewonnen hat, ergab sich aus der Vergleichung des oben charakterisirtenerhaltens mit dem des Käsestoffs der Milch, die wichtige Thatsache, daß^ e chemisch nicht verschieden sind. Man nannte also den Kleber der Hülsen-^uchte »Pflanzencasein« (Liebig).
Einen höchst merkwürdigen Beleg zu diesen wissenschaftlichen Ergebnissen-,g»„>iEs».'Eftrt die davon unabhängige, von I. Jtier in seinem Bericht erzähltehotsache. Die Chinesen pflegen nämlich aus Erbsen einen wirklichens f«/ Tao-foo genannt, zu machen, den man häufig in den Straßen von^"ton verkaufen sieht. Zu dem Ende wird der Brei aus eingeweichten!i nb gemahlenen Erbsen gekocht, wobei sich die Stärke zu dem Käsestoff inUflosung begiebt. Nach dem Durchseihen gerinnen sie die Flüssigkeit mittelstdpswasser. Das Geronnene wird wie saure Milch unter Salzzusatz in For-611 §u einem stärkehaltigen Käse verarbeitet.
3 ucker scheint nur in einigen Arten der Hülsenfrüchte enthalten zu sein, «,,,,014»b e| f ’ tt 3 uckererbsen; dagegen ist Gummi, Schleim und die demselben nahe S8 ' |,a " I> '^wandte Pectinsäuce, ferner eine wachsartige Substanz und dieselben Salze,
lm Getreide, stets gefunden worden. In den Schalen, besonders der
' eit ' ist Gerbestoff enthalten, der durch Eisen schwarz wird.
er» l ^ en älteren, aber sehr unvollkommenen Analysen hat sich Folgendes"geben
.Stj
SSL'"!
^lärkeniehl
schale» . ' '
Erbsen.
Bohnen.
Phaseolus comm.
Braconnot
26,4
42,6
8,3
Einhof. Einhvf. Braconnot.
16.3
32.4
22,2
35,9
7,5
23,5
42,3
7,0
Saubohnen.Vicia faba.
Einhof.
11,7
34,2
10,0
Braconnot.
23,6
42,3
7,0
Linsen.
Einhof.
37,3
32,8
18,7
^hvme^ ^^'sche Bestand, aus den Elementaranalysen von Horsford und^lrachth^' sowie den Bestimmungen von Krocker abgeleitet, weicht davon