Vom Mühlwesen. Aeltere Einrichtung. 103
Sie bewegende Kraft der Mühle regelt den Ausfluß dieses Vorraths aus dem D» tua,,,.Sorf) bei e‘ in das Auge a, so daß jederzeit den Steinen gerade so viel Frucht ° 1 " 19 '^geführt wird, als diese vermahlen, — selbstthätig und zwar wie folgt: Der/Loden des Rumpfes ist ein beweglicher, flacher hölzerner Kasten e', der Schuh,sicher vermittelst seiner Aufhängung in den Schnüren « um die Rolle mitSperrung, m, so gestellt werden kann, daß er den Rumpf mehr oder weniger^>eßt. Im ersten Fall wird mehr, im anderen weniger Frucht Herausfließen.
^amit dies jedoch ohne Stockung geschieht, so ist wegen der Unregelmäßigkeiter Körner ein beständiges Schütteln nothwendig. Zu dem Ende ist ein eiser-ncr Zapfen p (der Rührnagel), wie Fig. 18 genauerzeigt, so an dem SchuhFig. 18. befestigt, daß er einige Zoll in das Läuferauge hineinragt, indessen obere Kante der mit Vorsprüngen versehene Staffel-Ring q eingefügt ist, welche den Zapfen p, also auch denSchuh, abwechselnd nach der Mitte des Auges hinziehenund dann plötzlich wieder zurückschnellen lassen. Diese Be-wegung wird durch die hölzerne Feder x- befördert. Um zuverhindern, daß das Korn sich nicht im Auge a stellt, und den"7*3 verstopft, so ragt noch von der Zarge aus ein (hier nicht angedeuteter)die Streifgerte hinein, welche das daselbst befindliche Korn stets um-fuhrt.
o In der Zarge N befindet sich, nach dem Mehlkasten Q zu, ein viereckiges D°«das » Mehlloch « , welches die gemahlene Frucht dem Beutelgeschirr zu-u w, woselbst die Trennung von Mehl und Kleie stattfindet. Sie wird durchn vor die Zargenöffnung gespannten Beutel R bewerkstelligt. Dieser ist eineschlauchförmiges Sieb, aus einem besonderen Gewebe, Beuteltuch gefertigt,ch welchen hindurch der gröbere Theil des gemahlenen Gutes in den Kleien-^ *n T pasfirt. Damit aber unterwegs der seine Theil, das Mehl, durch dieren des Zeuges fallt, ist ein ununterbrochenes Rütteln des Beutels nothwen-^y~~~ 3u dem Ende ist eine (gabelförmige) Ruthe s an demselben befestigt,sitzt ^ ^ bem an ^ eren * n & ec senkrechten und drehbaren Welle t fest-- von derselben Welle geht rückwärts, nach dem Trilling E zu, ein zweiter^ st oderAnschlag v, der daselbst mit dem aus das Mühleisen aufgezogenenw , zusammentrifft. Wie dieser den Anschlag v hin und her be-^ ' geht deutlich aus der Abbildung, Fig. 19 , hervor; und daß diese Hin- und^ 8 - 19 . Herbewegung von v durch die Welle t auf die Ruthe s undden Beutel R übertragen wird, ist von selbst einleuchtend. —
® ' Der Beutel ist oben und unten in Leder y eingefaßt und damit
^ in die, in der Wand des Mehlkastens befestigten Ansätze einge-lassen. —
Was nicht durchgebeutelt worden und als Mehl im Mehl-t C [ kästen Q geblieben, ist Kleie und Gries, und geht aus dem Beu-
gen ^ ntrt>ebec direct in den Kleienkasten T, oder zuerst auf die Siebe S, den so-"sauberer--, wo der Gries von der Kleie getrennt wird. Die^öelle der Siebe S wird mit Hülfe der Hvlzfeder c und durch die
^ vermittelst der Leitstange d‘ gerade so hervorgebracht, wie die des