Geistige Getränke. Die Bierbrauerei. Der Hopsen. 327
v>ie das Malz bedachtet wird. Nur sehr selten (in Norddeutschland und in D.rBelgien z. 33.) werden noch ungehopste Biere gebraut.
Der Hopfen, humulus lupulus L. , gehört zur Familie der Urtieren, der Da sa»>f,n.^nfartigen Gewächse, und ist eine ausdauernde, diöcische Pstanze. Die Pflan-zn mit männlichen Blüthen sind ganz von der Anwendung ausgeschlossen (tau-der, oder wilder Hopsen), diese erstreckt sich nur auf die weiblichen Individuen,dss darum in großem Maßstabe cultivirt werden. Die weibliche Blüthe — dere ' n 5'9 nutzbare Theil der Pstanze — ist ein Kätzchen, gewöhnlich Zapfen ge-nannt (Fjg. 70, 71, 72, 73, 74). Jeder Fruchtknoten tragt zwei Pistille aa
Fig. 70. Fig. 71.
einer kleinen Schuppe L, dem Perianthium, eng umgeben und durch
^?d ist von einer kleinen Schuppe b, dem Perianthium, eng umgeben und durchlt>e Bractee c bedeckt. Jene Schuppe, die Basis der inneren Flache der Bracteen^d der Fruchtknoten (auch die Frucht, die sich jedoch aus Mangel an Besruch-^3 in der Regel gar nicht entwickelt), kurz die ganze Umgebung der Bluthen-stnd mit einem gelben, aromatischen, dem Blüthenstaub oder dem Lyco-® ium im Ansehen sehr ähnlichen Staube bedeckt, der unter dem Mikroskop? °we Anhäufung von sehr kleinen Drüschen erscheint und Lupulin oder^°pfenmehl genannt wird. Man sammelt die Hopfenzapfen, wenn dieK abgefallen sind und die Bracteen anfangen gelblich zu werden, wo siedas Ansehen der Fig. 70 haben; Fig. 71 ist der Fruchtknoten mit nochsshandenem Pistill und dem schuppenförmigen Perianthium (fthr vergrößert),ist ^ne Bractee mit anhängender Frucht in natürlicher Große; F,g. 73L vergrößerte Frucht; Fig- 74 eine vergrößerte Lupulmdruse, deren
, Ansehen von dem durchscheinenden körnigen oder zelligen anhalte her
An-? Die reifen Hopfenzapfen müssen vor der Versendung und zum Behuf^der Da-^n.»Ni^^^cung sorgfältig und auf einen bestimmten Grad getrocknet werden,st. viel, weil sie dann zu leicht aus einander fallen, ^ nicht zu wenig, we(üb dumpfig und schimmlig werden, auch nicht in höheren Wärmegradenk; 30 °C.), weil sie sonst an Aroma verlieren. Gewöhnlich laßt man denden ? der Luft auf Speichern oder in der Sonne, unter fl-iß.gem Wen-' 1° lange liegen, bis die Stiele brüchig geworden sind, und packt ihn dann