Fett.
Aschen«
bestanvlhcile-
356 Fünfte Gruppe, Die Nahrungsmittel betreffende u. landwirthschaftl. Gewerbe.
Der Gehalt an Gummi und an Bestandtheilen aus dem Hopfen istbis jetzt, wegen des unbestimmten Charakters dieser Körper und aus Mangeleiner geeigneten Methode, nicht festgestellt worden. Aus dem Umstände, daß derHopfen nur 17 Proc. lösliche Theile an das Bier abgiebt und nur in verhalt-nißmäßig geringer Menge angewendet wird, laßt sich übrigens schließen, daß dasGummi ziemlich nahe die andere Halste des Extractgehaltes ausmachen muß. j
Nach Vogel d. I. zieht Acther aus dem trockenen Extract von bairischem !Bier ein gelbes, öliges, fettfle-ckenmachendes, verseifbares Fett von Malzgeruch jaus; er erhielt von 1 Litre 0,12 Grm.
Sehr umfassende Untersuchungen sind über die Aschenbestandtheile des Bie-res gemacht worden. Mitscherlich fand in 100 Thln. Asche eines unter-gahrigen Bieres Kali 40,8, Natron 0,5, Phosphor 20,0, phosphorsaure Bitter-erde (?Oz, 2NZ0) 20,0, Phosphorsauren Kalk (P0 3 , CaO) 2,6, Kieselerde j16,6 Gew. Thle. — Ein Theil des Kali's ist jedenfalls an eine organische Sauregebunden, er betragt, nach Vogel und Kaiser, 0,0035 bis 0,004 des Bie- lres. — Dickson hat die Asche von englischen Bieren und zwar von 17 ® or ' ,ten Ale und von 9 Sorten Porter analysirt. Es folgen hier die von ihm aust !gefundenen höchsten und niedrigsten Gehalte der Asche des Bierextractes über-sichtlich zusammengestellt:
Bestandtheile.
Ale.
Porter.
Proc. der Asche
100 Bierertractgaben Asche
Proc. der Asche
100 Bierertractgaben Asch?
Kali.
3,16 bis 31,80
3,395
11,49 bis 32,04
5,720
Natron ....
20,87 » 58,51
bis
21,78 » 50,82
bis
Kalk.
0,56 » 6,69
12,035
0,38 » 6,89
14,579
Bittererde . . .
0,06 » 4,64
im Mittel
0,10 » 1,38
im Mittel
Schwefelsäure . .
0,13 » 19,16
= 5,60
1,57 » 12,20
= 8,450
Kieselerde . . .
3,05 » 18,25
0,15 » 14,53
Chlor.....
4,59 » 19,05
6,94 » 19,74
Phosphorsaure . .
5,98 » 25,66
7,89 » 20,58
Wie man steht, finden hier so außerordentliche Schwankungen statt, wie
:e man >ieyr, sinoen yier >o auxeroroenrncye c^cywanrungenerwarten stand; denn die Bestandtheile der Bierasche sind aus der Gerste «dem Hopfen gezogen und natürlich in diesen je nach Jahrgang, Standort •wechselnd. Hatte Dickson neben der Asche der Biere, wenn auch nur einig ^die Asche der Ingredienzien analysirt, so waren seine Resultate von einergleich höheren Bedeutung. e 6o(
Im praktischen Leben nimmt man den Gehalt an Kohlensaure, eUkund Extract im Allgemeinen als den Maßstab der Güte eines Bieres an. ^ist dies eigentlich unrichtig, weil außer diesen noch andere Bestandtheile ausQualität des Bieres Einfluß nehmen, wie z. B. die aus dem Hopfen; allein