Band 
Zweiter Band.
Seite
567
JPEG-Download
 

Gärberei. Rothgärberei. Zurichten.

567

uur schabend wirken kann.

Fig. 147.

Ein gewöhnliches Falzmesser wird jedesmal un- Salz-«. 'Fig. 148. brauchbar, sobalddie Klingen abge-nutzt sind, was sehrbald der Fall ist.

Bei dem vonDrouet erfunde-nen Falzmesser mitbeweglichen Klin-gen, Fig. 147 undfl_48 *), fällt dieserUebelstand weg.

Die Klingen a a

werden nämlich mittelst der Schrauben im Rücken des Messers festgeklemmt^ud können so, wenn sie abgenutzt sind, leicht gegen neue vertauscht werden.

Denselben Zweck wie das Falzen hat das »Schlichten« und findet be- schlich, -n.Anders dann Anwendung, wenn stärkere Schichten Leder wegzunehmen sind.

Haut liegt dabei nicht aus einer festen Unterlage, sondern ist frei ausge-spannt, indem das eine Ende in ein Gestell, den Schlichtrahmen eingeklemmt,andere Ende mit einer Zange gepackt und von dem Arbeiter angespanntburd. Er bearbeitet nun die Fleischseite mit einer eisernen, verstahlten, etwaskoncaven aber scharfgeschliffenen Scheibe, dem Schlichtmonde, Fig. 149 undoO, indem er die Hand durch das mit Leder umwickelte Loch in der Mitte

Fig. 149. Fig. 150. Fig. 151. hindurchsteckt. Da-

- mit die Schneidebesser greift, sowiezur besseren Be-zeichnung der zuschlichtenden Stellen, werden diesevorher mit Kreide bestrichen. Eineähnliche Bestimmung, aber fürdie feinere Bearbeitung, hat die»Tischfalze«. Heft undKlinge sind von der Form wieder Aussetzer (s. Fig. 152),nur ist die letztere nicht gezahnt,sondern wie in Fig. 151 mitUnd Schneiden versehen. Man hat Tischfalzen mit dünner biegsamer,solche mit dicker, nicht biegsamer Klinge.

Und " Aussetzen« dient dazu, um die Leder gleichmäßig auszudehnen°Ntst Um galten und andere durch ungleiche Zusammenziehung beim Trocknenet, enc ttbCttC ^"ebenheiten wegzuschaffen. Es besteht darin, daß die auf eineru Tafel ausgebreitete Haut mit dem Aussetzer, Fig. 152 (s. f. S-), und

zn>ej

Aussetzen.

doppelten Maßstab.