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Zweiter Band.
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Gärberei. Rothgärberei. Zurichten. 569

feite unmittelbar mit einer gläsernen Kugel, der Blankstoßkugel, oder einemgläsernen Cylinder, Blankstoßcylinder.

Häufig setzt man auf Stellen der Haut, oder auf die ganze Haut, wenn am-tuM,,diese keine schöne Narbe werfen, eine künstliche Narbe vermittelst gekerbter, ausder Hand geführter Walzen, in der Weise, daß dadurch Eindrücke in Gestaltvon gekreuzten Linien entstehen.

Viele Handschuhleder, die Leder für Buchbinder, Futteralmacher undwanche andere sind mit ihrer natürlichen Dicke nicht brauchbar. In diesenFallen pstegt man mit Vortheil die Häute zu »spalten«, d. h. der Dickeuach in zwei Blatter zu zerschneiden, die dann häufig jedes für sich zu verschie-denen Zwecken benutzt werden können. Es sind nach und nach verschiedeneMaschinen zum Spalten des Leders angegeben worden; die nachstehende Ab-bildung versinnlicht eine häufig angewendete, sehr zweckmäßige Construction.

Sie ist darauf berechnet, von der Narbenseite eine vollkommen gleichdickeSchichte und zwar von jeder gewünschten Stärke abzuheben; die dabei abfal-^nde andere Hälfte mit der Fleischseite wechselt in der Dicke natürlich ebensoirie die Haut selbst. Die Maschine spaltet das Leder nicht von der einenK"nte zur andern, sondern sie beginnt das Spalten von der Mitte aus zuerst"ach der linken, dann nach der rechten Kante, so daß man die der Fleischseite^gehörige Schichte stets in zwei getrennten Halsten erhalt.

Die Tafel dd, Fig. 155, steht auf einem soliden, vierfüßigen Gestell bbUt ib ist an beiden schmalen Seiten mit den horizontalen, gabelförmigen Stücken

Fig. 155.

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