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Zweiter Band.
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Gärberei. Weißgärberei, gewöhnliche.

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Kleienbeizk

obwohl in Deutschland selten, des Schwitzens zum Abhaaren, wobei die Wolleam wenigsten leidet.

Unter den Feinden einer gleichmäßigen Garbung und reinen Weiße stehtdas in der Haut enthaltene Fett mit in erster Linie. Die weißzugarbendenBlößen kommen daher, wie sie auch enthaart worden sein mögen, als solchenochmals in den Aescher und zwar in den faulen Aescher. Man versteht dar-unter einen Behälter mit Kalkmilch, die nur von Zeit zu Zeit aufgerührt wird,also Kalkwasser, welches durch den östern Gebrauch sehr mit thierischen Theilengeschwängert ist. Diese zersetzen sich allmalig und entwickeln unter dem Ein-stuß des Kalks Ammoniak, welches sich deutlich durch den Geruch zu erkennengiebt. Aus dem Aescher werden die Felle ausgespühlt, verglichen, d. h. die D-rgi-ich-nZipfel von Füßen, Schwanz und Kopf abgeschnitten, und ein ganzer Decher *)auf einander auf den Schabebaum gelegt und bearbeitet, um durch diese weicheUnterlage die Gefährdung der Haute zu vermeiden.

Um den Rest des Kalks zu entfernen, kommen die Blößen schließlich indie Kleien beize, worin sie solange bleiben, bis sie zugleich die gehörigeSchwellung zeigen. Wenn die Blößen aus der Beize irgendwo hervorsehen,

°der nach der Beize zu lange an der Luft liegen, entstehen gern blaue Fleckenand Mürbheit. Nach dem Beizen spühlt man die Felle und windet sie starkaus, worauf unmittelbar das Garben folgt.

Obwohl der Alaun für sich schon garbt, so macht er doch eine harte^arbe und liefert selten ein gutes Leder. Es wird deshalb allgemein ein Ge-misch von Alaun mit Kochsalz vorgezogen: 1 Aeq. Alaun und 3 Aeq.

^»chsalz geben nämlich, zusammen aufgelöst, 1 Aeq. schwefelst Kali, 3 Aeq.schwefelst Natron und 1 Aeq. Chloraluminium (A1 2 C1 3 ) oder salzsaure Thon-^de. Diese letztere ist das eigentliche Gärbmittel, wahrend die schwefelsaurenfallen eine lästige, eher schädliche Zugabe sind. Aus diesem Grunde dürfteeisenfreie schwefelsaure Thonerde, welche im Handel zu beziehen ist, Bor-bieten, weil sie kein Kalisalz enthalt. Wenigstens sollten die Garber die

,. Kalisalze durch Auskrpstallisiren möglichst entfernen. Zu einer vollständigenun.

Die Alaun

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Wandlung des Alauns in salzsaure Thonerde müßten der Theorie nach auf1 Thle. krystallisirten Alaun gerade 37 Thle. trockenes Kochsalz genommen. et be«. Dje bestehenden Vorschriften halten kein bestimmtes Verhältniß fest:^ige schreiben 133 Proc., andere 100 Proc., noch andere 55 Proc., wohl die^sten 34 — 40 Proc. (also ungefähr y 3 ), wieder andere 25, 22 bis herab^ 19 Proc. des Alauns an Kochsalz vor. Ein Ueberschuß von Alaun dürfte

am wenigsten empfehlen. Die essigsaure Thonerde (aus 5 Thln. Alaun<j, 6 Thln. Bleizucker dargestellt) ist wenig gebräuchlich, aber noch vorzügli-

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als die vorige Mischung. Es ist bis jetzt nicht untersucht, wie die Hautden Thonerdesalze einwirkt, doch ist es gewiß, daß die letzteren zersetzt wer-^ ’ Wahrscheinlich verbindet sich ein basisches Salz mit der Haut, wahrend'«ures Salz in der Flüssigkeit zurückbleibt. Damit stimmt auch die Erfah-

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Eruption von decuria, 10 Stück.