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Bon der Färberei. Anhang; Jndigfärberet.
den, bis nach etwa 48 Stunden das Erscheinen einer reichen Blume, desKupfer-P°schillers und der blauen Adern zeigen, daß die Küpe herangekommen ist Als-dann senkt man die Trifft ein und eröffnet wie bei der vorigen Küpe. Nacheiner gewöhnlichen Vorschrift, um ein Beispiel zu geben, soll auf 12 Pfd. Indizeben so viel Pottasche, 4 Pfd. Krapp, 4 Pfd. Kleie und etwa 1600 Liter Wassergenommen werden. — Zum Behuf des Speisens wird von Zeit zu Zeit unge-fähr der vierte Theil dieser Ingredienzien in Wasser angebrüht (der Jndig direct)zugesetzt. Manche Färber halten zu dem Zweck eine besondere Speiseküpe, aus derder Abgang der Hauptküpe ersetzt wird; eine überhaupt empfehlenswerthe Maßregel.
Bei der größeren Löslichkeit des Jndigweiß in Kali sind diese Küpen con-centrirter, so daß man mit weniger großen Gefäßen auskommt; auch geben sienicht so viel Bodensatz, wie bei Waid und Kalk Die Pottaschenküpe zeigt nichtden scharfen Geruch, wie die Waidküpe; sie ist theurer, insofern das Blau desWaids nicht mehr dabei zu Gute kommt; sie dauert weniger lange, etwa nureinen Monat*), ist aber dagegen nicht so den Krankheiten unterworfen, weitleichter zu führen, färbt intensiver, viel rascher; die Farbe sitzt fester beim Reini-gen, sie macht die Wolle weniger spröde.
Bei der Löslichkeit der Nebenbestandtheile des Jndigs, besonders des Zndig-brauns in Kali, wodurch das Blau immer benachtheiligt wird, ist es nicht un-zweckmäßig, neben der Pottasche etwas Kalk anzuwenden. — Man hat auchKüpen, worin statt der Pottasche Soda und Aetzkalk gebraucht wird, was öko-nomischer ist.
Die verhaltnißmaßig kurze Dauer der Pottascheküpen ist die Ursache voneiner großen Verschwendung an Alkali. Dieses wird dem Bad nämlich in weitschwächerem Verhältniß entzogen, als es durch die Speisungen zugeführt wird; essammelt sich daher an, und wenn die Küpe erneuert werden muß, so ist in denRückständen, die man gewöhnlich wegwirft, ein nicht unbedeutender Werth ent-halten. Ist also z. B. eine Küpe in der Weise geführt worden, wie dies nach-stehende Tabelle zeigt (worin die Zahlen der 3 vorderen Columnen Kilogramme,
Pottasche.
Krapp.
Zndig.
Kleie.
Ansatz.
45
15
15
36
Erste Speisung . . •
30
10
10
36
Zweite » • • •
27,5
9
10
30
Dritte » - - -
25
8
10
24
Vierte » ...
22,5
7,5
10
24
Fünfte » ---
7,5
2,5
0
12
Im Ganzen ....
157,5
52
55
162
*) Daß die Pottascheküpen schon nach so kurzer Zeit aufhören gute Farben zu geben,ist auffallend, aber bis jetzt nicht erklärt.
II.
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