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Abhandlung von der theoretischen und practischen Geometrie zum Gebrauche der Künstler / aus dem Franz. des Herrn Sebastian Le Clercs übersetzt
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J. Hauptſtuͤck. Definitionen.„

8. Ein Winkel heißt rechtlinicht, wenn die Li-nien, die ihn machen, gerade ſind. Ein krummli-nichter, wenn die Linien krumm ſind; ein gemiſcht-linichter aber iſt, wenn eine Linie gerade, die an-

re krumm iſt.(Fig. 4.)

Von dem rechten ſpitzigen und ſtum-

pfen Winkel.

„ Wenn eine gerade Linie auf eine andregeräde falt, und auf beyden Seiten glei-che Winkel macht; ſo ſind dieſe Winkel rechteWinkel.(Fig. 5.)

Wenn dieſe Winkel aber einander ungleichind; ſo heißt der, der groͤſſer und weiter iſt,ein ſtumpfer, der kleinere aber ein ſpitzigerWinkel.

Exempel. Der Winkel A iſt ein rechterWinkel, der Winkel! Bein ſtumpfer, der Win-kel C ein ſpitziger Winkel.

Man muß wohl merken, daß ſich die Gleichheit derWinkel nicht auch auf die Gleichheit der Linien erſtrekt, ſondern nur von ihrer Oeffnunz verſtandenwerden muß. Der groͤſte Winkel iſt derjenige, derdie weiteſte Oeffnung hat, und ſo auch umgekehrt.Zween Winkel ſind gleich, wenn ihre Oeffnungengleich weit ſind, obgleich die Seiten ungleich ſind.

Von der Perpendicularlinie.

93 10. Eine Perpendieularlinie iſt ene geradeLinie, welche auf eine andre gerade Linie fallt,oder auf derſelben aufſteht, und zween rechteWunkel macht.(Fig. 6.)

A 2 Von