Band 
Erster Theil.
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III.) Zeitalter der medicinischen Chemie-

inM^chM», wo er 1531 ü, St-^GML, 1535 im Yade^MMslebte. Aus der Schweiz wandte er sich nach Baien^ wo er sich 1536einige Zeit in Zütgsburg^nifhielt. Aber schon im folgenden Jahre findenwir ihn auch nicht mehr da, sondern in BöhW -, wo er einige Große desLandes in ärztliche Behandlung bekam, ohne indeß sich bei diesen Eurendesselben Glücks, wie früher, rühmen zu können. Von Böhmen ging erdann nach UngM, dann (1538) nach HgMhL--*wo er namentlicheinige Zeit in VillaH lebte, endlich nach Sal^burL. wo er 1541 in denübelsten UmständenH uH.

Ungeachtet eines so unruhigen und vielbewegten Lebens ist Paracelsusder Verfasser einer großen Anzahl Schriften, die, meist aus der Zeit nachseiner Entfernung von Basel herrührend, von ihm dictirt und von seinenSchülern, davon einige ihn auf seinen Strcifzügen immer begleiteten,Niedergeschrieben wurden. Die Schreibart, die in denselben herrscht, widerlegtDiejenigen nicht, welche behaupteten, er sei stets betrunken gewesen, wenner Lust bekam, seinen Schülern zu dictiren. Abgesehen davon, daß derStyl seiner Schriften so niedrig gehalten ist, wie man es nicht nach den Gegen-ständen, über welche sie handeln, — wissenschaftlichen — vermuthen sollte,wimmeln seine Wecke von Widersprüchen in jeder Beziehung. Als Grundzugzeigt sich dabei stets die tiefste Verachtung aller anderen Autoritäten, und diedünkelhafteste Selbstüberschätzung. Sie wimmeln außerdem von barockenBehauptungen, von Sätzen, denen Niemand, selbst seiner vertrautestenSchüler keiner, einen Sinn abgewinnen konnte, und von neuen, ohne Er-klärung hingestellten und zum Theil ganz barbarischen, Wörtern und Aus-drucken , hinsichtlich deren es sehr zweifelhaft ist, ob er selbst einen bestimmtenBegriff damit verband. — Anderntheils finden sich wieder in seinen Schriftenso viel neue, später als richtig befundene, Wahrnehmungen, so viel Ideen,welche später die geistvollsten und gelehrtesten Männer angenommen und zuunterstützen gesucht haben, daß man es bedauern muß, wie so viel Talentdurch Rohheit und Sinnlichkeit geschmälert und irregeleitet wurde. Hatteer mit seinem Scharfsinn und seiner Beobachtungsgabe zugleich tiefereBüdung und mehr wissenschaftliches Streben an der Stelle seiner Ruhmsuchtverbunden, hätte er die Erforschung der Wahrheit allein und nicht zugleich dieErniedrigung seiner Gegner zum Ziel gehabt, so würden ihm ohne Zweifel dieMedicin und auch die Chemie noch weit mehr verdanken, als es der Fall ist.