Band 
Erster Theil.
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191
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IV.) Zeitalter der phloglstischc» Theorie. 101

destilliren, oder auch diese letztere Operation geradezu mit Bleizuckec

vorzunehmen.

Stahl's theoretische Ansichten über die Alkalien und ihr Verhältnißzu den Erden sind unklar, sofern er die ersteren nur für verfeinerte Erden^klarte, und annahm, beide Arten von Körpern könnten in einander über-Tchen. Wichtiger sind seine Beobachtungen über einzelne basische Sub-^onzen, deren Eigenthümlichkeit er zuerst einsah, ohne sie indeß evidenterzu beweisen. Er bereits gab an, in dem Kochsalz stecke ein eigenes Alkali,^fsen Verbindung mit Salpetersäure er von dem gewöhnlichen Salpeter^Urch die Krystallform unterschied; und die Alaunerde glaubte er gleichfallseine eigene Erde ansehen zu dürfen. Die Beweisführung theilte er^beß nicht mit und mit Recht wird deßhalb anderen Chemikern das Ver-dunst zugeschrieben, die Eigenthümlichkeit dieser beiden Basen zuerst be-"vusen zu haben.

. Eiahs.Chemische <?rfah«rmigen.

Ueber Alkalien.

Viele andere Beobachtungen finden sich noch in Stahl's Schriften,^ovon ich die meisten erst in der Folge anführen werde. Ich bemerke hiervoch, daß seine Ansichten über die Gahrung den Weg zu einem richtigern^rstündniß bahnten, indem er diesen Vorgang als eine Auflösung desEhrenden Körpers in seine Bestandtheile und als eine Zusammensetzung^sser zu neuen, beständigeren, Verbindungen ansah. Für die Lehre vonMetallen war seiner Zeit die Erinnerung noch nöthig, daß sich mite'Uem regulmischen Metall ein anderes gleichfalls nur im regulinischen Zu-stande verbindet, und daß somit bei der Messingbereilung das Kupfer nichtganzen Galmei, sondern nur das darin enthaltene Zink aufnimmt. —^on Wichtigkeit für die Begründung seiner Verbrennungs-Theorie war, daß^ aus schwefelsauren Salzen den Schwefel wieder herzustellen wußte; er^vhte schwefelsaures Alkali mit Kohle, um der Säure Phlogiston zuzufüh-und so Schwefel zusammenzusetzen; die entstandene Schwefelleber fällte^ Mit Essig. Auch die auflösende Kraft, welche Schwefelleber auf Metalle"vßert, kannte er, und es ist bezeichnend für den Geist seines Zeitalters,^ er, auf diese Kenntnisse gestützt, dadurch die Geschichte zu erklären^Hte, auf welche Art Moses das goldene Kalb verbrannt, aufgelös't undJsraeliten zn trinken gegeben habe. Daß Salpeter, für dessen Gewin-^Ng er brauchbare Vorschriften gab, in mehreren Pflanzen schon gebildetschalten ist, wußte er gleichfalls. Interessant ist noch seine Kenntniß der