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IV.) Zeitalter der phlogistischen Theorie.
dlesen trockenen Weg, ohne die Untersuchungsmethode in Auflösung, welcheseit Boyle überhaupt bis jetzt wenig mehr bearbeitet wurde, in Anwendungiu bringen; es war dieses einseitige Verfahren die Ursache, daß er über meh-rere Körper arbeitete, ohne etwas Besonderes an ihnen zu finden, die spatersuc andere Chemiker eine Fundgrube von wichtigen Entdeckungen wurden.So untersuchte er den Braunstein, ohne in ihm ein eigenthümliches Metallwahrzunehmen (er crkärte ihn nach seinen Versuchen für eine Verbindungtwer alkalischen Erde, welche der Alaunerde ähnlich sei, mit einem zartenBrennstoff); so das Neisblei (er wies nach, daß es keinen Bleigehalt be-wie man bis dabin geglaubt hatte, hielt es aber noch für identischMit Wasserblei); so Speckstein und Talk, ohne darin Bittecerde zu finden;st das Kochsalz, dessen alkalische Grundlage er noch 1740, besseren Beobachtun-8en entgegen, die damals schon bekannt waren und welche wir bald beiDuha -Mel anführen werden, für eine geschmacklose Erde erklärte.— Seine Unter-suchungen über die Einwirkung des Feuers aufdie verschiedenen Steineund Er-leiteten ihn zur Aufstellung von Ansichten, welche sich längere Zeit erhielten,^r folgerte, daß es vier ursprüngliche Erdarten gebe, als welche er die alkalische^erkalkichte, die thonichte, die gypsichte und die glasichte oder kieselichte ansah; zudein Studium jeder einzelnen und ihrer Erkennung reiche hin die Behandlung'M Feuer, das Schmelzen mit Salzen, mit Glasern und mit den anderenErden. — Diese Untersuchungen waren dadurch veranlaßt, daß der Königvon Preußen ihn aufgefordert hatte, die Bestandtheile des Meißner Por-Mans ausfindig zu machen. Pott, der auf keine Weise eine sichereBkittheilung darüber enthalten konnte, entschloß sich, alle Substanzen che-misch zu untersuchen, von denen sich irgend vermuthen ließ, daß sie beiBersi-rtigung des Porzellans in Betracht kommen konnten. Er setzte alleSteine und Erden, einzeln und in den mannichfaltigsten VerhältnissenAbwischt, verschiedenen Hitzgraden aus, und beobachtete die Schmelzungs-^scheinungen und sonstigen Vorgänge; über dreißigtausend einzelne Versuchesollte er so an, und begründete damit unsere Kenntnisse über das Verhalten^r erdigen Substanzen im Feuer, diesen wichtigen Theil der angewandtenEhemie; namentlich trug er zur Aufklärung über die Porzcllanbereitungwesentlich bei, und später, als der Gebrauch des Löthrohrs zu Mineral-untersuchungen ausgebildet wurde, boten seine Untersuchungen eine guteBorarbeit, aus dem Verhalten dieser Körper in der Hitze ihre chemische^ntur zu erkennen.
Pott.
tzl'kmischt