218 Allgemeine Geschichte der Chemie.
die Brauchbarkeit der Methoden, Gold und Silber zu scheiden, und im All-gemeinen den Gehalt einer Legirung an edlem Metall zu bestimmen. Ersuchte auf diese Kunst gleichfalls die neueren Fortschritte der Chemie anzu-wenden und die Fehler der alteren Methoden ausfindig zu machen; er zu-erst machte namentlich darauf aufmerksam, daß die Bestimmung der Mengedes Silbers durch Eupelliren keineswegs fehlerfreie Resultate giebt, sonder»vielmehr den Silbergehalt gewöhnlich etwas zu klein ausfallen laßt.
Schaum. Hellot's Arbeiten finden sich meist in den Memoiren der Pariser
Akademie, für die Jahre 1735 bis 1763. Einzelne dieser Abhandlungen,z. B. die über Färberei, wurden auch abgesondert in das Deutsche übersetzt.Ueber Metallurgie und Dokimasie gab er noch (1750 — 1753) ein beson-deres Werk heraus, unter dem Titel: »Ilo I» tonto ,Ios Nines, (lestA)»-ilories u. s. w.« als eine Uebersctzung eines deutschen Buchs: ChristophAndreas Schlüter's »gründlicher Unterricht von Hüttenwerken sammtangehängtem Pcobirbuch« (welches 1738 herausgekommen war), und vergrö-ßerte die Brauchbarkeit desselben durch reichhaltige Zusätze und bessere Anord-nung des Inhalts.
Aus derselben Zeit, in welcher Hellet wirkte, darf noch ein Chemi-ker nicht unerwähnt bleiben, der, in vielen Zweigen der Wissenschaft durchseine schönen Arbeiten ehrenvoll bekannt, auch die Chemie mit neuen Ent-deckungen bereichert hat. Heinrich Ludwig Duhamel du Monceauwar zu Paris 1700 geboren; er gehörte einer ursprünglich niederländischenFamilie an, welche indeß schon seit dem Anfang des 15. Jahrhunderts sichin Frankreich niedergelassen hatte. Er erhielt zu Paris seine erste Ausbil-dung, und studirte dann an der dortigen Universität, wo er in der ChemieSt. F. Geoffroy und Lemery zu Lehrern hatte. Die Chemie war indeßnicht das einzige Fach, welches ihn beschäftigte; Botanik, Physiologie undandere Wissenschaften zogen ihn gleichfalls an. Eine Anstellung in demMarinedepartement, die er erhielt, leitete ihn vorzugsweise zu einer prakti-schen Anwendung seiner bedeutenden Kenntnisse, ohne daß jedoch seineThätigkeit für die Förderung der Wissenschaft an sich darunter gelittenhätte. — Von 1740 an, wo er von der Akademie zu Paris als Mitgliedaufgenommen wordm war, bis zu 1781, wo der Tod ein so nützlichesWirken unterbrach, lebte er nur seinen wichtigen und erfolgreichen Unter-suchungen hingegeben. Seine ausgezeichneten Verdienste um die Physiologie,