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IV.) Zeitalter der phlogistischen Theorie.
dreschenden bedeutend abwichen, und eine gewisse Unduldsamkeit in religiö-sen und auch politischen Dingen in sich aufgenommen, welche spaterdenNnchtheiligsten Einfluß auf seine Lebensverhaltnisse ausübte. Er ließ sichzunächst zu Needham in der Grafschaft Norfolk nieder, als Prediger derArtigen dissentirenden Gemeinde. Diese Stellung, welche für ihn reich anUnannehmlichkeiten war, vertauschte er 1758 mit einer gleichen zuNentwich^Eheshsie, wo er angenehmere Verhältnisse fand. Hier begann Priestleysich mit Naturwissenschaften abzugeben, die Elektricitätslehre beson-ders beschäftigte ihn und das Studium derselben wurde seine Schule in derKunst zu experimentiren. Im Jahre 1761 folgte er einer Aufforderung,die Stelle eines Sprachlehrers an der Akademie zu Warrington zu überneh-men, die er sechs Jahre lang bekleidete; er hatte hier mehr Muße als jeiuvoc und beschäftigte sich um so eifriger mit den Naturwissenschaften. SeineGeschichte der Elektricitatslehre, welche 1767 erschien und selbst in Frank-reich und Deutschland damals hochgeschätzt wurde, verdankt diesem Zeiträumeihre Entstehung; damals wurde er auch Mitglied der königlichen Gesellschaft!U London und erhielt zur Anerkennung seiner Verdienste um die Wissen-schaft von der Universität zu Edinburg dasDiplom einesDoctors der Rechte.Aber auch zu Warrington blieb er nicht lange; schon 1767 sah er sich ver-blaßt, seine Lehrstelle aufzugeben, und trat nun zu Leeds wieder als Pre-diger auf. Er beschäftigte sich immer noch sowohl mit Naturwissenschaftenals auch mit der Theologie; in ersterer Beziehung sind seine Arbeiten imGebiete der Optik zu erwähnen, welche namentlich hinsichtlich des Historischenschätzbar waren. Bald verließ er auch wieder Leeds; er nahm 1773 dasAnerbieten eines reichen Engländers, des Grafen Shelburne (späterMarquis von Lansdown) an, als Gesellschafter mit ihm zu ziehen, undbegleitete diesen auf seinen Reisen durch Holland, Frankreich (wo er in Pa-ris mit den bedeutendsten Chemikern bekannt wurde) und einen Theil vonDeutschland. Eifriger als je betrieb er nach feiner Zurückkauft seine natur-wissenschaftlichen Arbeiten, und namentlich fallen in diese Zeit seine Arbei-tn über die verschiedenen Gasarten. Auch mit dem Grafen Shelburneblieb Priestley.nicht lange in vollkommenem Einverständniß; seine philo-sophischen Ansichten, deren hartnäckiges Festhalten ihm schon viele Streitig-sten zugezogen hatte, entfremdeten ihn auch seinem Gönner, und veran-laßten 1780 seine, doch friedliche, Trennung von diesem. Obgleich er nochsvrtwährend von Shelburne Unterstützungen genoß, wurden doch nun
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