Band 
Erster Theil.
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Allgemeine Geschichte der Chemie.

D,Emß t» Hergehörigen Arbeiten geltend, wenn auch für einige erst in verhältnismäßig

N»,„rw!ss,nschaf. späterer Zeit.

Für die Elektrochemie z. B. bedurfte es längerer Zeit, umnur die qualitativen Erscheinungen mit gehöriger Schärfe festzustellen, aberdie quantitative Unterfuchungsmethode fand doch auch hier zuletzt Eingang,und krönte die bis dahin erlangten Resultate durch die wichtigsten undzuverlässigsten Ergebnisse.

Zur Mmrruiogir. Die quantitative Untersuchungsweise übt einen sehr bestimmten Einflußaus auf das Verhältniß der Chemie zu noch mehreren anderen Wissen-schaften; ich hebe hier nur noch hervor, wie sie vorzüglich die Vereinigungder Mineralogie mit der Chemie, die Möglichkeit, die erstere Wissenschaftaus dem rein chemischen Gesichtspunkte aufzufassen, vermittelt hat. Versuchtwar dieses schon früher; man hatte schon in dem vorhergehenden Zeitalterangefangen, die Klassisscation der Mineralien auf ihre chemische Zusammen-setzung zu gründen. Aber ein solches Bestreben konnte nicht viel Erfolghaben, so lange die Zusammensetzung nur qualitativ ermittelt wurde.

Zu große Gruppen von Mineralien haben höchst ähnliche qualitativeZusammensetzung bei wesentlich verschiedenen äußeren Eigenschaften. Diealleinige Kenntniß der qualitativen Zusammensetzung reichte nicht hin, eindurchgreifendes Klassisi'cationssystem zu begründen; die quantitative Unter-suchungsweise mußte auch hier sich erst Bahn brechen, die Mineralienmußten als chemische Verbindungen aus dem Gesichtspunkte der Lehre vonden bestimmten Porportionen betrachtet werden, um einer rein chemischenKlassisscation unterworfen werden zu können. Aehnlich wie für die organi-schen Verbindungen brachte die quantitative Untersuchungsweise in ihrerAusbildung als Erkenntniß der Atomco'nstitution Ordnung und erleichtertesStudium auch für diejenigen unter den unorganischen Substanzen, welchejenen Verbindungen am entgegengesetztesten sind, für die Mineralien.

Zu weit würde es uns in dieser allgemeinem Charakteristik des neuenZeitalters führen, das eigenthümliche Verhältniß der Chemie während desselbenzu allen anderen Disciplinen genauer besprechen zu wollen, und mit Ueber-gehung vieler Beziehungen, die jetzt neu hervortreten und die Scheidekunstmit anderen Wissenschaften, der Mathematik, der Botanik u. a. in entferntereoder nähere Berührung bringen, wollen wir hier nur noch einige der einfluß-reichsten und von den allgemeinsten Folgen begleiteten Eigenthümlichkeiten