Band 
Vierter Theil.
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Natron.

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rer Zeit zu rechnen sind, und welche später als Duhamel sich mit die-sem Gegenstände beschäftigten, über ihn urtheilten. So meinte Pott inden Denkschriften der Berliner Akademie 1740, die Basis des Kochsalzessei kein Alkali, und Duhamel's Beweisführung unrichtig. Pott wardurch die vorgefaßte Meinung verblendet, daß Alkali nur durch Verbren-nung entstehen könne, und durch die falsche Ansicht, was Alkali sei, müsseKali sein. So bewies er denn sehr richtig, daß in dem Kochsalz kein Kalienthalten ist, allein er glaubte damit zugleich die Abwesenheit von Alkali be-wiesen zuhaben. Er meinte, Duhamel's angebliche Zerlegungen beweisennicht, daß das zuletzt dargestellte Alkali wirklich in dem Kochsalz enthaltenwar, denn sie seien zu complicirt. Pott hielt für die Basis des Kochsal-zes die Erde, welche man aus der Mutterlauge dieses Salzes durch Kaliniederschlagen könne. Diese Erde gebe nämlich mit Vitriolsäure ein ebensolches Glaubersalz, wie das Kochsalz. Diese Verwechselung des Bitter-salzes mit dem Glaubersalz war damals sehr gewöhnlich, und täuschtenoch lange die Chemiker in Hinsicht auf die Natur der Basis des letzteren.Auch von denjenigen, welche ein Alkali im Kochsalz anerkannten, gestandendamals mehrere zu, auch eine Erde sei noch als wesentlicher Bestand-theil darin; so H. Brandt in den Schriften der Stockholmer Akademiefür 1743.

Pott's Behauptungen widerlegte Marggraf, welcher seine Ver-suche über die Darstellung und die Eigenthümlichkeit der Kochsalzbasis1758 und 1750 der Berliner Akademie mittheilte. Seine Methoden derDarstellung sind die schon von Duhamel angewandten, mit der Abände-rung der einen, daß er das salpetersaure Natron nicht aus Kochsalz mitSalpetersäure, sondern durch Vermischen von Glaubersalzlösung mit sal-vetersaurem Kalk bereitete. Als unterscheidende Merkmale des Kali's undder Kochsalzbafls betrachtete auch Marggraf das verschiedene Verhaltengegen die Feuchtigkeit der Luft, und die Verschiedenheit der Salze; alsneue fügte er hinzu, daß die Kochsalzbasis der Flamme eine gelbe, dasgewöhnliche Alkali aber eine bläuliche Farbe mittheile. Im klebrigen seidie Uebereinstimmung zwischen ihren chemischen Wirkungen fast voll-kommen.

Die besseren Chemiker überzeugten sich jetzt allmälig von der Naturder Kochsalzbasis; einige zwar ließen sich noch durch den gewöhnlichen Ge-halt des Salzes an Bittererde und durch die Verwechselung der Krystall-

Kopp's Geschichte der Chemie. IV. 3

Natro n.