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Geschichte der einzelnen Alkalien.
saure Natron für ebenso gesättigt mit Kohlensaure, wie das leicht krystal-lislrende doppelt kohlensaure Kali gesättigt sei.
sch»"f-ls»ur,s Das schwefelsaure Natron beschrieb zuerst Glaub er in seinerSchrift ele »atnra saiinn, (1058); er stellte es dar aus dem Rückstände,welcher bei der Bereitung der Salzsäure aus Kochsalz mittelst Vitriol oderSchwefelsäure bleibt, und empfahl es dringend zu äußerlichem und in-nerlichem Gebrauch. Als sal miralnle bezeichnete er es selbst; sal mira-tiiln OianOeri oder Glaubersalz nannten es seine Nachfolger. Daß er esdurch Kohle zu Schwefelleber umwandeln konnte, und die auflösendeKraft derselben auf Metalle kannte, wurde bereits Seite 21 f. erwähnt.Hiermit war auch Kunkel bekannt, der in seinem I^aOor.ilnrinm ci>^-mic»m (1716 publicirt) außerdem versichert, das als Glaubersalz bezeich-nete Präparat sei schon hundert Jahre vor Glaub er bei dem HauseSachsen (welches viele chemische und alchemistische Processe und Vorschrif-ten geheim hielt) bekannt gewesen. — Aus Salzsolen scheint das Glau-bersalz im Großen am frühesten zu Friedcichshall im Hildburghausischenbereitet worden zu sein; das hier gewonnene wurde seit 1767 als sal spe-ritivnin tUlleririannm oder Friedrichssalz verbreitet.
S°l»,»rsaur-s Das salpetersaure Natron ist in der Beziehung historisch merkwürdig,weil seine von der Form des gewöhnlichen Salpeters abweichende Krystall-gestalt wesentlich dazu beitrug, das Natron von dem Kali unterscheidenzu lassen. — Johann Bohn (geboren 1040, starb 1708 als Profes-sor der Arzneiwissenschaft zu Leipzig) spricht zuerst deutlich von dem würf-ligen Salpeter, der bei der Bereitung des Königswassers durch Destilla-tion des Kochsalzes mit Salpetersäure entsteht, in den Actis erullitorn,»1683 und weitläufiger in seinen OissortalioniOns cOrmico-pOvsicis(1685). In der letzteren Schrift sagt er: luter »lios »<pm,n re^iai» ps-ranci! incxios Oic pinriOus iunotescit, nt Spiritus nitri a sale cnminnni
colinOetnr;-gnippa ssl in knnllo retortoe remsnens, si cr>-stal-
lisetnr, IlAuram guülein saüs cnOicain prae se kort, tpisntnin (piontnmtaine» est, uitrn», xvasit, gnoii essis inlIannnaOilitss, sapor ,ic Spiritusincla oiirare julient. Auch Boyle spricht von der Entstehung würfligenSalpeters bei dieser Operation. Nachher machte Stahl wieder daraufaufmerksam in seiner »ausführlichen Betrachtung u. s. w. von den Sal-zen« (1723): »Wenn man einen spiriium nitri von gemeinem Saltzabziehet, oder vielmehr den Saltz -«piritun, dadurch herübertreibt, bis zur