Baryterde.
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cies, und nannte ihn wegen seiner Schwere marmoo »mtollicum. Wasseine Bestandtheile seien, blieb lange unerforscht. Nur daß in ihm Schwe-felsaure enthalten ist, hatte Marggraf herausgebracht, welcher 1750 inden Schriften der Berliner Akademie eine Untersuchung über die Steine,die durch Calcination mit Kohlen phosphorescirend werden, publicirte.
Marggraf zahlte hier den Bologneserstein zu den schweren Fluß-spaihen; er erkannte, daß aus ihm durch Glühen mit Kohle eine erdigeSchwefclleber entsteht, daß also in ihm Schwefelsaure enthalten sein müsse;diese wies er auch nach, indem er den Schwerspath mit fixem Alkali cal-cinirte, und schwefelsaures Kali darstellte. Die Erde des Schwerspathshielt er für Kalkerde. Marggraf's Verwechselung des Schwerspathsmit dem Flußspats) ließ indeß Viele glauben, diese Resultate beziehen sichgar nicht auf ersteren, und so meinte noch 1760 der in der mineralogi-schen Chemie sonst wohlbewanderte I. H. G. von Justi, in seinen »ge-sammelten chemischen Schriften«: »Unsere Probirkunst hat hier ihreGrenzen, und unsere Schmelzkunst weiß keinen Proceß, wodurch diesemSpathe etwas abgewonnen werden könnte. Viele gründliche Chemistenund geschickte Probirer haben hier ihre Kunst vergeblich angewendet.-- DieBestandtheile desselben wurden auch erst nachgewiesen, nachdem Scheeledie Baryterde entdeckt hatte.
Scheele arbeitete bei seiner Untersuchung des Braunsteins, die er1774 publicirte, mit solchen Stücken desselben, welche Baryt eingesprengtenthielten. Er erkannte, daß er hier eine eigenthümliche Erde vor sichhatte, und bestimmte ihre Eigenschaften. Er gab an, daß sie mit Schwe-felsaure ein unlösliches Salz bilde, welches nur durch Calcination mitKohle und Alkali zersetzt werden könne; er stellte das salpetersaure unddas salzsaure Salz dar, und gab an, daß kein Alkali diese zersetze, wohlaber alle schwefelsauren Salze und die kohlensauren Alkalien. Scheelewußte jedoch nicht, daß diese neue Erde die Basis des Schwerspaths ist;diese Entdeckung machte Gähn, wie Bergman in der von ihm besorg-ten Ausgabe der Scheffer'scheu Vorlesungen (1775) anführt. Zu die-ser Zeit untersuchte aucl, Monnet den Schwerspath, glaubte aber irrigerWeise, es sei darin nicht Schwefelsäure, sondern Schwefel enthalten, dasMineral sei eine mit Schwefel gesättigte Erde; die Basis darin hielt erfür Kalkerde, welche jedoch von der gewöhnlichen etwas verschieden sei.Scheele stellte nach Gähn's Entdeckung aus dem Schwerspath größere