Bittererde.
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enthalten, oder könne daraus durch Vermischung mit Eisenvitriol erhaltenwerden. In Deutschland gab zuerst Fr. Hoffmann 1717 Anlaß, daßdas Bittersalz aus dem Sedlitzer Wasser dargestellt wurde; er berichtetauch, daß schon damals dieses Salz in England und auch in Thüringenaus der Mutterlauge non Salzwerken in Menge bereitet wurde. DieSaidschützer Quelle wurde 1726 entdeckt.
Im Anfange des 18. Jahrhunderts wurde noch ein bittererdehaltiges B-kann»---»-»»--Präparat bekannt. Unter dem Namen magnosia alh» oder Pulver des Gra-fen von Palma wurde ein von einem römischen Domherrn entdecktes Mit-tel verbreitet, dessen Zubereitung einige Jahre hindurch unbekannt blieb.
Welche Ähnlichkeit man zwischen dieser Substanz und dem Braunsteine,der msAnesis ni^ra, gefunden haben mochte, daß man den Namen des letz-teren auf die erstere übertrug, weiß ich nicht. Der Gießener ProfessorValentini veröffentlichte 1707 in einer Vissertatio <1e maHiierlla allia,sie werde durch Einkochen, Glühen und Auslaugen der Salpetermutter-lauge gewonnen. Diese Vorschrift wurde anerkannt; bald darauf aber(1709) lehrte der Jenaer Professor Slevogt die weiße Magnesia nochin anderer Weise bereiten, durch Pracipitation der Salpetermutterlaugemit fixem Alkali. Dies so dargestellte Präparat wurde auch als pulvis^rsecipitsns nitrosns und insAnesi-, nitri bezeichnet; als ein sehr wech-selndes Gemisch von kohlensaurem Kalk und kohlensaurer Bittererde hattees höchst unsichere medicinische Wirkung; dasselbe war mit der Magnesiader Fall, welche Fr. Hoffmann bereiten lehrte. In seiner SammlungObservatinmiin pli^sico - ciivmicoruin selectiorinn (1722) spricht dieservon der Darstellung und den Eigenschaften der insAnesi» s>1>s; aus derSalpetermutterlauge werde sie auf trocknem Wege dargestellt durch Glühen,leichter auf dem nassen Wege durch Präcipitation mittelst Schwefelsäureoder fixen Alkali's. Er verwechselt also hier den Gyps mit der unreinenMagnesia; obgleich er kurz vorher sagt, die Magnesia unterscheide sich vondem Kalk, sofern die erstere mit Schwefelsäure ein (lösliches) Salz bilde,der letztere aber nicht. An einer anderen Stelle derselben Schrift stellt ermit der Magnesia aus der Salpetermutterlauge die Erde zusammen, welcheaus der Kochsalzmutterlauge durch fixes Alkali gefallt werden könne, undmacht darauf aufmerksam, daß diese Erde auch in dem Bittersalz enthal-ten sei. Von diesem letzteren Salze sagt er noch in seiner Schrift über dasSedlitzer Bitterwasser (1724), es bestehe aus Magnesia und Schwefel-