Quecksilber.
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saure Quecksilber u. a. erkennen. Obgleich Basilius schon auf diejenige Arjn,mch, An-^Wirksamkeit der Quecksilbermittel aufmerksam machte, welche spater auchdie abgesagtesten Feinde der chemischen Heilmittel zu Gunsten der Mer-curialarzneien eine Ausnahme machen ließ, — die Wirksamkeit gegen dieSyphilis — blieb doch sein Vorgang, diese Mittel auch innerlich zu geben,in der nächsten Zeit ohne Nachfolger, da noch immer von den Arabisten so-wohl als von den Galenisten jede arzneiliche Verordnung des Quecksilbersverdammt wurde. Lauten Widerspruch erfuhren an dem Ende des 15. *)und in den ersten Decennien des 16. Jahrhunderts die wenigen Aerzte,welche gegen die genannte Krankheit mit Fett bereitete Quecksilbersalbe anzu-wenden sich erkühnten; den innerlichen Gebrauch dieses Metalls wagte da-mals nur der algierische Seeräuber Barbarossa, welcher von einem jüdi-schen Arzte die Vorschrift zu den lange noch nach ihm benannten (fein zer-theiltes metallisches Quecksilber enthaltenden) Pillen erhalten hatte. Baldaber wurde diese Anwendung der Mercurialpraparate verbreiteter durch Pa-racelsus, welcher mineralischen Turpeth, Aetzsublimat und andere solcheVerbindungen als innerliche Mittel verordnete und anpries. So sehr auchdie von ihm angegriffene, den hergebrachten Lehrmeinungen treu anhangendePartei zuerst auch gegen solche Kühnheit eiferte, nahmen doch bald Viele,selbst von dieser Partei, die Anwendung der Quecksilberarzneien in Schutz;m Bezug auf diese Heilmittel trat zuerst eine Annäherung zwischen den An-sichten der Anhänger und der Gegner Paracelsus' ein. Die Folge war,daß eine große Menge von Aerzten sich bestrebte, aus dem Quecksilber neuewirksame Arzneien zu bereiten, so daß unter allen Metallen es wohl, nebendem Antimon, das Quecksilber ist, welches von dem pharmaceutischen Stand-punkte aus früher am meisten bearbeitet wurde. Auch die chemische Erkennt-niß des Quecksilbers zog von diesen Bestrebungen reichen Gewinn; aus derUnzahl von Verbindungen, in welche man dieses Metall zu bringen suchte,können indeß nur die in chemischer Beziehung vorzugsweise wichtigen hierBesprechung finden. Schon vor der Zeit, wo die pharmaceutische Chemiedie Kenntniß der chemischen Verhältnisse des Quecksilbers erweiterte, waren
*) Ein italienischer Arzt, Jacobus Berengarius Carpensis (später Pro-fessor der Medicin zu Padua), der sich bei dem Heere Carl 's VIII. von Frankreichbefand, als dieses Neapel belagerte (1495), soll damals, und nach der MeinungEiniger zuerst, das Quecksilber gegen die Syphilis äußerlich gebraucht haben.