Band 
Vierter Theil.
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Quecksilber.

Daß sich aus Sublimatlösung mit Ammoniak, oder mit Salmiak und koh- W,iß,r Pm-ipi,-».lensaurem sixen Alkali, verschiedene Niederschlage bilden, erkannte Wöh-ler 1838.

Die Verbindung von Sublimat mit Salmiak wurde von den Jatro-chemikern (seit Paracelsus oder schon früher?) als Alembrothsalz bezeich-net, auch als Salz der Kunst, Weisheit oder Wissenschaft. Der erstereNamen sollte wohl den Begriff «zr/Zyoros (unsterblich, göttlich) einschließen.

Krystallissrtes salpetersaures Quecksilber (Oxydul oder Oxyd?) stellteschon Basilius Valentinus dar. In seinen Schlußreden sagt er:

»Vitriolum Nereurii wird leichtlich gemacht mit einem agil» kort aus Sal-peter und Alaun <ii8till>rt an», so er darinnen solviret wird, so schießenCrystallen einem Vitriol ganz gleich: dasselbe wieder Muirt, und mit 8xi-ritu Vini, so zuvor mit seinem 8ale lartari rectiiicirt , alsdenn purisicirtund zum süßen Oehl gemacht, ist eine edle Itleclicin all I>riem siallicam,curiret alte Schaden, Schwindsucht, Harn-Winde, die Gicht, und vieleKrankheiten jagt sie aus dem menschlichen Leibe». Daß salpetersaure Queck-stlbersolution die Haut roth färbt, erwähnt Libavius 1597 in seinerSchrift jnäicio Aguarum minerslinm (cutis Iiuniana rubescit solutioness)'ärsrK)-ri in sgus kort!). Das aus salpetersaurer Quecksilbersolutionerhaltene Salz wurde als Quecksilbersalpeter bezeichnet (als niercnr/ nitreschon zu Boyle's Zeit), lange aber auch als Queckstlbervitriol (so heißt esNoch bei Boechave argenti vivi vitriolu,»). Daß Bergman die heißund die kalt bereitete salpetersaure Quecksilberlösung nach ihren Reactionenunterschied, wurde schon (Seite 184) angeführt; derselbe unterschied auch dieaus beiden Lösungen anschießenden Salze. Die genauere Erkenntniß derVerbindungen, welche Salpetersäure mit Queckstlberoxydul und Quecksilber-oxyd bilden kann, gehört aber der neueren Zeit an.

Die Alten wußten, daß sich das Quecksilber mit Metallen ver- Am-,:--»»,,einigt; Plinius' Angabe: zierrninpit vasa ziermanans tsbe tlira, gehtoffenbar auf Beobachtungen über das Verhalten des Quecksilbers in me-tallischen Gefäßen. Vorzugsweise waren die Alten mit der Amalgamationdes Goldes bekannt, und wandten sie zur Reinigung dieses Metalls vonerdigen und anderen Substanzen und zur Vergoldung an. Pliniussagt von dem Quecksilber: Optiine xurZat surum, ceterss ejus roriles

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