Band 
Vierter Theil.
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Geschichte der einzelnen schweren Metalle.

Iridium „od Daraus stellten sie ein Metall dar, welches sich nur äußerst schwierig inKönigswasser löste, und dessen Lösung durch Salmiak nicht niedergeschlagenwurde. Sie erklärten dieses Metall für neu, und glaubten, es ertheile mitPlatin vereinigt dem Salmiakniederschlag des letzteren eine dunkle Färbung.Diese Resultate publicirten sie 1803; im folgenden Jahre veröffentlichten sieeine ausführlichere Untersuchung über das neue Metall, und gaben an, es seispröde, könne zum Theil durch Hitze verflüchtigt werden, sei fast unangreif-bar selbst durch Königswasser, oxydire sich aber durch Erhitzen mit Aetzkali,u. s. w. Sie sowohl, wie Descotils, glaubten es mit Einem eigenthüm-lichen Metall zu thun zu haben; bald darauf (noch 1804) zeigteSmithsonTennant, daß in dem Rückstände der Einwirkung des Königswassers aufrohe Platina zwei neue Metalle sich befinden, welche er als Osmium (vondem griechischen Worte Geruch, wegen des eigenthümlichen Geruchs

seines flüchtigen Oxyds) und Iridium (wegen der Verschiedenheit der Farbe,welche seine versckiedenen Oxyde in der Verbindung mit Salzsäure haben)bezeichnete.

Nach der Entdeckung dieser einzelnen Metalle bemühte man sich, Me-thoden zu entdecken, das rohe Platinerz vollständig in seine Bestandtheile zuzerlegen. Unter diesen Methoden erwarb sich früher namentlich die vonVauquelin (1813 und 1814) angegebene Geltung; die von Berzelius(1828) vorgeschriebene, mit deren Aufstellung er die genaue Untersuchungdes chemischen Verhaltens der einzelnen Metalle verband, dient noch jetztden Chemikern als Richtschnur.