Band 
Vierter Theil.
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Organische Säuren.

Die erste bekannte organische Saure war der Essig, und lange Zeit Einl-i,„ngwurde jede Saure in organischen Substanzen als Essig bezeichnet. Sosagt schon Plinius, wo er von dem Feigen-Milchsast spricht: 17ci «uccur,

Iscteuz aceti nstursm Iisbet, itague cos^uli moclo Isc contrshit. ObE^eber in seiner 8>nnma perlectionis maßisterii Flüssigkeiten, welche an-dere organische Sauren (Weinsteinsaure, Aepfelsaure und Gerbsäure oderGallussäure) enthalten, von dem Essig unterschieden hat, vermag ich nichtiU bestimmen; er sagt, wo er ele solutionihux handelt: 8olutio roi siccsesgus «st recluctio, giioniaiii omm's Loiutioni« perlectio .'«!<!,cu»ia>i>üs s,i6tili6ns et maxime scritis et Zcribris, ksecem nnllam Iighenti-six,it est scetum «listillatum, et uvs scerhs, et P)'rs multse Acritu-üiuis, et insla franst» similiter (diese etwa nur durch ein Filter? vergl.

^heil II, Seite 26) distillat», et I>i? similia. — Auf einen Gehalt anEssig deuten die Namen hin, welche man den kleesaurehaltigen Pflanzenbeilegte (»cetos», acetosella); mit scharfem Essig verglich man gegen dasEnde des 17. Jahrhunderts die Ameisensäure, und als man diese zuerstkünstlich darstellte (1774), hielt man sie gleichfalls für Essigsaure. Erst inber zweiten Halste des 18. Jahrhunderts wurden mehrere organische Säurenals eigenthümliche erkannt, obwohl schon früher einzelne Säuren in ihrerVerbindung mit Alkali, aber nur ihrem Vorkommen nach, als wesentlicheSalze der Pflanzen (zuerst hauptsächlich durch Angelus Sala) unterschie-ben worden waren. Doch blieb immer noch die Ansicht herrschend, es gebeEine organische Säure, welche einfacher sei als die anderen, und die letzte-ren seien nur als Modifikationen der ersteren anzusehen. Als diese einfachstevegetabilische Säure wurde von den letzten Phlogistikern die Essigsaure be-