Band 
Vierter Theil.
Seite
360
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360 Beiträge zur Geschichte der organischen Chemie.

man soll zerkleinertes Benzoöharz mit Weingeist in eine Retorte thun, unddiesen bei gelindem Feuer überziehen; puls sn^mentant !<> ken por ses «le-erer, sppgroistront iolinies petites »i^nilles et lilaniens, tolles gu'ös <lis-Solutions <l« ploini, et <le l'sr^ent vik; diese Nadeln solle man bald her-ausnehmen, weil sie sonst (bei zunehmender Hitze) wie Markfett (moölle)schmelzen. Zu derselben Zeit lehrte Turquet de Mayerne in seinerklrsrinscopoea die Benzoöblumen aus Benzoöharz entweder mit einem Zu-sätze von Sand in einer Glasretorte, oder ohne diesen Zusatz in einemirdenen Gefäße, auf welches ein Hut von Fließpapier gebunden werden solle,zu sublimiren. Auf nassem Wege stellte die Saure aus dem Benzoöharzzuerst Ehrensried Hagendorn, Arzt zu Görlitz, dar; wie er in denEphemeriden der deutschen Naturforscher 1671 berichtet, hatte er das Harzin Weingeist gelöst und mit Wasser niedergeschlagen, um das damals alsCosmeticum beliebte iVIgAisteriuni benroös (sonst auch Isc virAinis ge-nannt; vergl. Seite 342) darzustellen; aus der abgegossenen wässerig-spirituo-sen Flüssigkeit krystallisirte nach einiger Zeit ein Salz, was er nach Geschmackund Geruch mit den Benzoöblumen identisch fand. — Daß. die Benzoe-blumen saurer Natur sind, bemerkte schon N. Lerne ry in seinem Louisele cli)'ir>ie (1675; los llenrs >1e denjoin ont vno oeieütö kort agröable),deutlicher ging dies aus den Versuchen von Scheele hervor (welcher inden Abhandlungen der Stockholmer Akademie für 1775 die Benzoösaureaus dem Harze mittelst Kalkwasser auszuziehen und dann durch Salzsäureabzuscheiden lehrte), und bestimmt erwies es Lichtenstein 1782.

Auf das Vorkommen der Benzoösaure in anderen Substanzen, als demBenzoöharze, wurde schon von dem Anfange des vorigen Jahrhunderts an ge-achtet. I. C- Lehmann berichtete 1709 in seiner Dissertatio <!e dalsamoperuvisno, bei der Zerlegung desselben Blumen erhalten zu haben, welchesich den Benzoöblumen ähnlich verhielten. — H. M. Rouelle hatte schon1776 behauptet, daß in dem Harne der Kühe und Kameele ein den Ben-zoöblumen analoges Salz enthalten sei; Scheele gab 1785 an, aus demseifenhaften Auszuge des Harns (wie er den Extract nannte, welchen erdurch Behandlung von abgedampftem Harne mit Weingeist dargestellt hatte)mittelst Salpetersäure einen Körper erhalten zu haben, welcher in jeder Be-ziehung mit der Benzoösaure übereingekommen sei, und Fourcroy undVauquelin suchten 1797 zu zeigen, daß der Harn der grasfressenden Vier-füßler Benzoösaure enthalte. Dies wurde allgemein angenommen, bis