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Leichte Metalle und spröde unedle schwere Metalle / Leopold Gmelin
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L' n ( c r [I ii o s i> li o r i g s a u r e r H a r y t.

Stücke von llaryt, erhitzt den Theil der horizontallicgemlen Holirr, wcl-elicr den Baryt enthält, zwischen Kohlen zum gründen Ulülieu und bringtdann mittelst Kohlenfeuers oder der Weingcistlampe den Phosphor ingelindes Kochen , bis er verflüchtigt ist. Entfernt man zuvor mittelsteines Stroms von Wasserstoffgas aus der Röhre alle Ruft, und leitetdann den Phospliordampf, mit Wasserslofl'gas gemengt, über den Baryt,so nehmen 74,04Jli. Baryt 25,11« Th. Phosphor auf = 7 At. Baryt auf(i .\t. lhosphor, indem 5 At. Einfach-Phosphorharyum und 1 At. Iia.Hiphosphorsaurcr Baryt entstehen (7BaO + öl> = 5Bai> + 2Ba(), lO s ). l>e-MA s (Ami. Cliim. Phyn. 32, 3«4). ISollte nicht 3Ba.j 1*0* entstehen, nachder Formel: 8BaO+ 01» = 5Bai» -f 3Ba(>, PO.] Braunschwarz,metallglänzend, ziemlich hart. Dumas. Leichtflüssig.Zersetzt sich in Wasser in lMiosphorwasserstoflgas und inunterphosphorigsauren Baryt. Dui.onu. Wird durch Chlorin der Killte nicht merklich zersetzt, aber heim Erhitzenunter Erglühen in Chlorphosphor, Chlorbaryum und phos-phorsauren Baryt. Dumas.

B. Unlerphosphorigsaurer Baryt. 1. Man zersetzt1hosphorharyum (furch Wasser, filtrirt und dampft zum lvry-stallisiren «ab. Dui.oxc. 2. Man kocht Barytwasser mitIMiospImr, bis sich kein Phosphorwasserstoflgäs mehr ent-wickelt, filtrirt vom zugleich erzeugten phosphorsauren Ba-ryt ab, verdunstet im Vaeinnn über Vitriolöl, löst die blei-bende, nicht krystallische Masse in heifsem Wasser und

kühlt ab. II. Bush. Da das förmliche Kochen des Barytwassers mitdem Phosphor unnüthig ist, so kann man den Kolben fast ganz mitFlüssigkeit füllen und ihn in die Wärme setzen , und dadurch die Ex-plosion verhüten, welche das lhosphorwasserstoffgas mit der I.uft be-wirkt. WiTHTZ. | Kille gusseiserne Flasche möchte dienlich sein.]Statt Itarytwasscr dient auch die Losung des gewöhnlichen Scliwefel-baryuins, welche mehr als I At. Schwefel zu enthalten pflegt, schon inder Kälte wirkt und ihre gelbe Farbe verliert, indem der lhosphor denüberschüssigen Schwefel entzieht, und sich dann mit Wasser in Ilydro-tliinn, welches an das Einfach-Schwefelbaryum tritt, und in unter-phosphorige Säure zersetzt. Beim Erwärmen erfolgt heftige Entwick-lung von leichtenizündlichein Phosphorwasserstoffgas und Wasserstoff-gas, später auch von etwas llydrothiongas. Zuletzt erhält man eineI«üsung von unterphosphorigsaurem Baryt und von Hydrothion-Schwefcläbarymn, welches nicht durch Phosphor zersetzt wird. Man zerstörtdieses durch Digestion mit knhlensaurem Bleioxyd, filtrirt und dampftzuin Krystallisiren ab. So erhält man Salz b. Wuhtz.

ii. Mit 2 At. Wasser. L Krystallisirt beim Verdun-sten der wässrigen Lösung im V neuum über Vitriolöl, wel-ches schon mit Wasser beladen ist, H. Rose; dcssgl. ausder Lösung in überschüssiger unterphosphoriger Säure, vonwelcher nichts in die Krystalle eingeht, so "dass sie nachdem Waschen neutral sind. Wuhtz. 2. Bleibt beim Aus-trocknen des Salzes b bei 100° zurück. Wunrz. _ Nach

1 ) glänzende quadratische Tafeln. Wuhtz.

b. Mit} At. I» u.s.scr. Krystallisirt beim Erkaltender heifsen wässrigen Lösung, H. Bose- oder bei behut-samem Versetzen derselben mit Wein n-eist bis zu anfangen-der Trübung und Hinstellen, Wuhtz. Perlglänzendc bieg-