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II a r y u in.
I At. schwefelsaurer Baryt schmilzt mit 1 At. Einfach-Schwcfel-nalrinm in der Weifsglühhitze zu einem ziemlich dünnen Teige, nachdem Erkalten olivengrün, undurchsichtig, dicht, von mattem'körnigenDrucke, an Wasser das Schwefelnatrium abtretend. Bkhthikr.
II ß,« Th. (1 At.) schwefelsaurer Baryt mit 71,8 Th. (1 At.) trock-ltem schwefelsauren Xatron schmilzt in der Woifsgliihhilze völlig understarrt zu einer weifsen undurchsichtigen Masse von krystallisch-kür-nigem Bruch. Bkhthikr.
98,« Th. CI At.) kohlensaurer Baryt schmilzt mit 58,ß Th. (1 At.)Chlornatrium schnell zu einer durchsichtigen Flüssigkeit, welche Dämpfevon Chlornatrium aushaucht und zu einer vveifsen durchscheinenden Massevon schuppigem unebenen Bruche erstarrt. Bkhtiiikr.
1!ß,ß Th. (1 At.) schwefelsaurer Baryt schmilzt äufserst leicht mit58,ß Th. (I At.) Chlornatrium , und gibt beim Erkalten eine etwas durch-scheinende dichte, homogene Masse, von unebenem krystallischen Bruche.Dkuthikr {Ann. Chim. Vhys. 43, 308).
Baryum und Baryuin.
98,ß Th. (I At.) kohlensaurer Baryt mit 104 Th. (I At.) Chlorharyumgibt in der Glühhitze eine durchsichtige dünne Flüssigkeit, die zu einerweifsen durchscheinenden Masse von schuppig krystallischem Bruche er-starrt. Bkhthikr (Ann. Chim. l'hys. 38, 858 )j Düiikhkixkh ( Voyy.15, 240).
Glüht man Phosphorsäurehydrat mit salzsaurem Baryt, und ziehtaus der erkalteten Masse durch Wasser den Ueberschuss des letztem,so bleibt eine Verbindung von /.'hosyliorsaurem Baryt mit Chlorharyumzurück, jedoch in veränderlichem Verhältnisse, nach den Analysen a, a;wirft man am Ende des Glühens kohlensaures Ammoniak in den Tiegel,so erhält man die Verhältnisse b, b, b, b. II. ltosn.
aal)
b I) l,
Baryt 57,07 6ß,40
I’hosphorsäurc 89,09 83,09
Chlorbaryuin 13,84 10,51
59,743 1,839,03
04,! G Gl,80 «0,14
8«,09 34,04 3ß,l 8
9,75 4,10 3,«8
100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,001 At. Schwefelharyum schmilzt mit I At. Chlorharyum zu einemdünnen Teig, nach dem Erkalten kermesiärbig, undurchsichtig, vonwenig schuppigem und glänzenden Bruche. — Bei 8 At. Schwefelbaryuinerhält man einen zähen Teig, der zu einer rothbraunen undurchsichtigendichten Masse von mattem Bruch erstarrt, ükrthikr (Ann. Chim. Vhys.43, 308).
Durch Zusammenschmelzen von 1 At. schwefelsaurem Baryt mit I At.Chlorharyum erhält man eine weifse, sehr durchscheinende Masse vonschuppig blättrigem Bruche. — Bei 8 At. schwefelsaurem Baryt gleichtsie völlig dem salinischen Marmor. Bkhthikr.
b'luorburyum-Chlorbaryinn. — Fällt nieder beim Ver-mischen von salzsaurem Baryt mit flusssaurem Natron oderIvali, oder beim Fällen des in wässriger Salzsäure gelöstenFluoi'baryuins durch Ammoniak. — Weifses Pulver, oder,durch Abdampfen der Lösung; erhalten, körnige Krystalle,beim Glühen keinen Gewichtsverlust erleidend. — Wasser,welches die Verbindung; leichter löst, als das reine Fluor-baryum, bewirkt theihveise Zersetzung, indem es vorzugs-weise salzsauren Baryt aus/.ieht. Bebzemus (Voyy. 1, 19).