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Leichte Metalle und spröde unedle schwere Metalle / Leopold Gmelin
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171
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Unters (; h w e f I i g s ;ut r e r S i r o n t i a n.

n 1

setzun» des Schwefelsäuren Strontiaus durch Kohle erTolgt leichter, alsdie des schwefelsauren Ilaryts; zur Ilercitung von Schwefelstrontinm ,um daraus verschiedene Stroutiansalze darzustellen, dienen die heimSchwefelbaryum angeführten Weisen, besonders a, a u. ß Cif, 14(1),jedoch hat die Kohle ungefähr V 5 des Schwefelsäuren Strontiaus zu be-tragen.

Herechnung. ltKRTHSF.it.

Sr 44 73,33 73,17

__ S Kl 80,07 _ 86,83 _

SrS 60 100,00 100,00

' Die Auflösung dos Sehwefelstrontiums in kochendemWasser setzt heim Erkalten viele Krystalle von reinemStrontian ah, Hehtiioixet ij. potyiedm. c«h. ii, sir», II. Rose( Pagg. 55, 430): die .Mutterlauge halt llydrothion-Schwefel-Strontium oder Zweifaeli-Hydrothion-Strontian. Zieht mandas Schwefelstrontium mit einer ungenügenden Menge Was-ser aus, so nimmt dieses vorzüglich Zweifaeli-Hydrothion-Strontian auf, und der Rückstand tlicilt neuen Wasser-mengen last reinen Strontian mit. II. Rose. f

B. lli/drot/iionSchicefelslronliiim oder /iroifach-lhj-drolhion-Stronliau. 1. Man leitet durch in Wasser ver-theiltes Sclnvefelstrontium oder durch Strontiamvasser Iiydrothionoas his zur Sättigung. Bf.hzei.ius. 2. Man löstSchwefelstrontiuin in kochendem Wasser, und hisst durchErkälten den Strontüm daraus anschiefsen. II. Rose. hienach 1) erhaltene Flüssigkeit, im Vactium über Vitriolölverdunstet, liefert grofse, gestreifte Säulen, welche -1-seitig'Zu sein scheinen, sieh im trocknen Zustande an der Luft inmehreren Tagen nicht verändern, und welche heim Erhitzenin ihrem Krystalhvasser schmelzen, dieses liehst dem zwei-ten Atom Ifydrotliion unter Kochen verlieren, und weifses,pulveriges Einfach-Schwefelstrontium lassen. Reuzeuus(Vui/h. 6, 443). Die wässrige Lösung, in einer Retorte ge-kocht, entwickelt reichlich Hydrothiongas, noch leichter,als die Barytverbindung, und setzt hei jedesmaligem Er-kälten Strontiankrystaile ab, welchen sich erst bei grofserConcentration der Flüssigkeit auch Krystallc von Zweifach-llydrothion-Strontian beimengen. Rkiithollkt, II. Rose.

C. Ili/drof/iioniffrr Strontian. Kommt mit dem hy-drothionig-cn Baryt überein.

1). Vnterschweftigsaurer Strontian. - l)je Auflösungdes Schwefelstrontiums wird der Luft aus<msetzt, oder vomschwefligsauren Gase durchstrichen. bis s ie entfärbt ist,IIeiiscuei., wobei sieb im erstem Falle kohlensaurer Stron-tian, im letztem Schwefel niederschläo-t. Beiin Vermischender Flüssigkeit mit Weingeist scheidet "sich der unterschwef-ligsaure Strontian in zarten, atlasglänzenden Krvstallen ab,Ghottiiuss (Schw. 9, 334); heim Abdampfen der Flüssigkeit