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«»setzende Oxyd aus dem Tiegel heraus, und helreit es durchZerreiben in Wasser und (Schlammen von den heigemenglenZinkkörnern« — So erhält man die eigentlichen Flores Zinci, welche,wenn sie aus käuflichem Zink bereitet wurden, das Oxyd der dasselbeverunreinigenden .Metalle beigeniengt enthalten. Daher empfiehlt Wirr-stki.n das durch Destillation gereinigte Zink. — Ulan stellt Zuerstschvvefelsaures Zinkoxyd (oder ein anderes lösliches Zink-salz) in reinem Zustande dar, fällt hieraus durch kohlensauresAlkali kohlensaures Zinkoxyd und glüht dieses nach völligemAuswaschen und Irocknen. Dieses Verfahren gibt das auf nassemWege dargestellte Zinkoxyd , Zincunt oxydutum via lutmiila parat um. —a. Uarsteltuny des reinen Schwefelsäuren ZAnkoxyds. Hierzu lässt sichder käufliche Zinkvitriol, weil er schwefelsaure llittererde zu enthaltenpflegt, nicht anwenden, sondern es dient hierzu das durch Auflösen desZinks in verdünnter Schwefelsäure erhaltene Salz. Da das englischeVitriolöl öfters Kalk und das rauchende Aiaunerde hält, so ist hierzudas rectiiicirte vorzuziehen Die Lösung kann enthalten : Arsen, Kad-mium, Zinn, Blei {höchstens eine Spur, weil das schwefelsaure Blei-oxyd fast unlöslich ist), Kupfer, Mangan, Eisen, .Nicke] und Kobalt. DieMenge des gelösten Eisens beträgt nach Wackenroder weniger, wenuman die verdünnte Schwefelsäure in der Kälte einwirken lässt. Indemman die Lösung des schwefelsauren Zinkoxyds so lange mit freierSchwefelsäure versetzt, bis eine l'rohe der Flüssigkeit mit Ilydrothion-wasser keinen weifsen Niederschlag {von Schwefclzink ) mehr erzeugt,sie hierauf mit Hydrothiongas sättigt und in einer verschlossenen Flascheeinige Tage hinstellt, werden Arsen, Kadmium, Zinn, Blei und Kupferals Schwefelmetalle völlig gefällt. Man decanthirt und filtrirt ohne Aus-waschen, damit sich von den gefällten Metallen nichts wieder löse, undentfernt das überschüssige Hydrothion durch Aufkochen der Flüssigkeit.
Hat man die verdünnte Schwefelsäure in einem offenen Gefäfse ohneErwärmung auf überschüssiges gekörntes Zink einige Wochen lang ein-wirken lassen, bis sich auch beim Bewegen kein Gas mehr entwickelt,so sind die genannten durch Hydrothion fällbaren Metalle durch dasüberschüssige Zink metallisch ausgeschieden, so dass in der mit über-schüssiger .Säure versetzten Lösung Hydrothion keinen oder nur einensehr geringen Niederschlag erzeugt, und daher oft die Behandlung mitHydrothion erspart werden kann. — Auch, indem man die Lösung desSchwefelsäuren Zinks längere Zeit mit Zink kalt oder warm hinstellt,oder längere Zeit kocht, werden Kadmium, Zinn, Blei und Kupfer me-tallisch gefällt, Itrr.K ( Herl. Jahrh. Ü4 , 'i , 74), Horst ( Ur. Aich, f,75), WacKK.\'RonsH, doch ist es immer nötliig, eine Probe der so ge-reinigten Flüssigkeit, mit .Schwefelsäure übersättigt, mit Hydrothiongaszu sättigen, und in einer verschlossenen Flasche einige Tage hinzustellen;wenn hier ein Niederschlag entsteht, so ist die sainmtliche Flüssigkeit mitHydrothion zu behandeln.
Es bleibt nur noch das etwa vorhandene Eisen, Kobalt, Nickel undMangan zu entfernen. Beabsichtigt man die Darstellung reinen Zink-vitriols, so befreit man denselben zuerst durch Abdampfen und Erkältenund Abgiefsen der Mutterlauge von den Krystallen von einem Theildieser Metalle, so wie von der überschüssigen Säure. Hierauf löst mandie Krystalle wieder in Wasser , schlägt aus V, B der Lösung durch koh-lensaures Natron kohlensaures Zinkoxyd nieder, vertheilt dieses nachgutem Auswaschen in der übrigen Lösung, und leitet unter fleifsigemSchütteln Chlorgas hindurch, bis ein grofser Theil des kohleusaurenZinkoxyds gelöst ist, und das übrige vom gefällten Eisenoxyd uudMangan-, Kobalt- und Nickel-Hyperoxyd eine bräunliche Farbe ange-nommen hat. Nach längerem Stehen der Flüssigkeit unter öfterem Schüt-teln in der'Wärme filtrirt mau, versetzt mit wenig Schwefelsäure, weilbasisches Salz gebildet wurde, dampft zum Krystailisiren ab, uud befreit